Bon­jour Pa­ris – ei­ne Stadt wie ein Mär­chen

Spon­tan macht Zau­be­rin Ca­ro­lin­de mit dem TGV ei­nen Aus­flug in die fran­zö­si­sche Haupt­stadt, die auch Ge­mein­sam­kei­ten mit Ei­se­nach hat

Thüringische Landeszeitung (Eisenach) - - EISENACH - VON CA­RO­LIN­DE MÜL­LER­WOLF

Was für ein son­nig­gel­bes Tüll­röck­chen im Kauf­haus „La­f­ay­et­te“– ge­nau das rich­ti­ge für un­ser gro­ßes Früh­lings­fest, oder?

Fo­to: Ca­ro­lin­de Mül­ler-wolf Wir hat­ten sturm­frei und konn­ten spon­tan Ur­laub ma­chen. Mein Traum war es schon im­mer, nach Pa­ris zu fah­ren. In die Stadt der Lie­be und der Mo­de. Mei­ne Vor­stel­lun­gen reich­ten von klei­nen Bou­ti­quen bis hin zu klei­nen Eck­ca­fés und wun­der­hübsch ge­klei­de­ten Men­schen.

Da der TGV mit durch­schnitt­lich 300 km/h von Frank­furt nach Pa­ris nur 3,5 St­un­den braucht, war es schnell ent­schie­den. Wir be­sorg­ten uns ei­nen Rei­se­füh­rer in ei­ner Ei­se­nach­er Buch­hand­lung, buch­ten das Ho­tel von der Couch aus und los ging es. Na­tür­lich war der Kof­fer klein, da­für je­doch das per­fek­te Out­fit für un­se­ren ers­ten Auf­tritt am Eif­fel­turm da­bei. Ich ent­schied mich für ein lan­ges Kleid, mit da­zu pas­sen­den Lip­pen­stift, man will ja nicht auf­fal­len.

An­ge­kom­men am rie­sen­gro­ßen Bahn­hof, der wahr­schein­lich

tau­send Mal so groß ist wie un­se­rer, stie­gen wir in die über­füll­te Me­tro, um zu un­se­rem Ho­tel zu dü­sen.

Wie im Mär­chen sa­hen die Stra­ßen aus. Wun­der­schö­ne Bausti­le von Ju­gend­stil bis Art De­co. Auch un­ser Ei­se­nach ist voll von den schöns­ten Ge­bäu­den. Doch wie in Pa­ris schlei­chen sich hier und da mo­der­ne Ar­chi­tek­tu­ren in die Fas­sa­den.

Je­de ge­schichts­träch­ti­ge Stadt hat na­tür­lich ein Wahr­zei­chen – wir mit un­se­rer Wart­burg lie­gen da weit vorn. Nicht nur, dass wir ein Welt­kul­tur­er­be vor der Tür ha­ben, auch Lu­ther schrieb Ge­schich­te. In Pa­ris sind das der Eif­fel­turm und Vol­taire.

Da wir nicht viel Zeit hat­ten, ha­ben wir den wirk­lich be­ein­dru­cken­den Eif­fel­turm ge­se­hen, auch wenn wir nicht oben wa­ren, weil das Schnee­cha­os, was für uns wirk­lich lä­cher­lich ist, den Turm ge­schlos­sen hielt. An­schlie­ßend fuh­ren wir zum Kauf­haus „La­f­ay­et­te“, um die un­be­zahl­ba­ren, aber traum­haf­ten Klei­der und Stof­fe an­zu­se­hen. Dann fla­nier­ten wir von Ca­fé zu Ca­fé. Kei­ne Kell­ne­rin weit und breit war zu se­hen, nur äl­te­re Män­ner in Hemd und Flie­ge. Kaf­fee und Crois­sant zum Früh­stück. Pa­ris ist so, wie man es sich vor­stellt. Wer es noch nicht ge­se­hen hat, dem kann ich es nur emp­feh­len. Ge­nau wie in Ei­se­nach gibt es die freund­lichs­ten Men­schen, die sü­ßes­ten Ca­fés und sau­be­re Stra­ßen, was wir uns von den Fran­zo­sen aber an­schau­en könn­ten, ist die­se far­ben­fro­he, flat­tern­de Mo­de, die Art zu ge­nie­ßen und die vie­len Bou­ti­quen. Was wir uns auf kei­nen Fall an­neh­men dür­fen, sind die Miet­prei­se. In der In­nen­stadt be­zahlt man für 50 Qua­drat­me­ter lo­cker 2000 Eu­ro.

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