Kul­tur­bei­rat be­schließt nicht, son­dern gibt Emp­feh­lun­gen

Da­her sind ein­zel­ne Mit­glie­der nicht be­fan­gen, auch wenn ver­wandt­schaft­li­che Ver­hält­nis­se be­ste­hen

Thüringische Landeszeitung (Eisenach) - - EISENACH - VON BIR­GIT SCHELLBACH

EI­SE­NACH. Im Vor­feld der Sit­zung des Kul­tur­bei­rats, bei der das Kon­zept für das Thü­rin­ger Mu­se­um dis­ku­tiert wor­den ist, ist es nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Zei­tung zu Ir­ri­ta­tio­nen ge­kom­men. Bei­rats­mit­glied Jo­chen Bir­ken­mei­er hat­te an­ge­regt, das The­ma nicht auf die Ta­ges­ord­nung zu set­zen, weil er ei­ne un­sach­li­che Dis­kus­si­on be­fürch­te­te. Er be­zog sich auf ei­ne Stel­lung­nah­me von Bei­rats­mit­glied Marion Schmidt-wer­t­hern, die mit In­grid Pfeif­fer vom För­der­kreis ei­ne har­sche Kri­tik zum Kon­zept von Mu­se­ums­lei­te­rin An­ni­ka Jo­hann­sen ge­schrie­ben hat. Die­se Un­ter­la­gen wa­ren vor­ab an die Bei­rats­mit­glie­der ver­sandt wor­den. Kul­tur­de­zer­nent In­go Wacht­meis­ter (SPD) und Jörg Han­sen als kom­mis­sa­ri­scher Vor­sit­zen­der des Kul­tur­bei­rats sa­hen kei­ne Ver­an­las­sung, das Kon­zept nicht zu dis­ku­tie­ren. „Ei­ne Sit­zungs­ab­sa­ge stand nicht zur De­bat­te“, sag­te Han­sen auf Nach­fra­ge. Wich­tig sei ihm ge­we­sen, dass kon­struk­tiv dis­ku­tiert wird und das sei in der Sit­zung auch so ge­we­sen.

In­zwi­schen hat In­go Wacht­meis­ter an­ge­kün­digt, Vor­schlä­ge des Kul­tur­bei­rats auf­neh­men und in das Kon­zept ein­ar­bei­ten zu wol­len.

Im Hin­ter­grund schwebt mit, dass Jo­chen Bir­ken­mei­er und An­ni­ka Jo­hann­sen ver­hei­ra­tet sind. Ei­ne mög­li­che Be­fan­gen­heit sieht Jörg Han­sen aber nicht: „Am En­de hat zu un­se­rer Stel­lung­nah­me Kon­sens be­stan­den. Es war nicht Spitz auf Knopf. Sonst hät­te ich Herrn Bir­ken­mei­er ge­fragt, ob er sich ent­hält.“Sei­tens der Stadt­ver­wal­tung heißt es, dass der Kul­tur­bei­rat kei­ne Be­schlüs­se fasst, son­dern ei­ne Emp­feh­lung an den Stadt­rat gibt. Aus Emp­feh­lun­gen wür­den sich kei­ne un­mit­tel­ba­ren Vor- oder Nach­tei­le für an der Dis­kus­si­on Be­tei­lig­te er­ge­ben. Ei­ne „per­sön­li­che Be­tei­li­gung“laut Kom­mu­na­l­ord­nung sei da­her „nicht re­le­vant“.

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