Kol­lek­tiv­be­lei­di­gung der Jun­gen Uni­on und CDU

Die Prall­schutz­wand im städ­ti­schen Ska­ter­Park wur­den er­neut über­malt – An­ar­chie steht jetzt wie­der über al­lem

Thüringische Landeszeitung (Jena) - - JENA - VON THO­MAS BEIER

JE­NA. Die Bot­schaft der Lie­be und des Frie­dens kam bei ein­zel­nen Be­su­chern der Ska­ter-An­la­ge im Pa­ra­dies nicht gut an. Das mitt­ler­wei­le be­rühm­te Graf­fi­ti an ei­ner Prall­schutz­wand wur­de ein wei­te­res Mal über­malt. Dies­mal mit der­ben Sprü­chen wie „Fuck CDU“oder „JU Ihr Voll­dep­pen“.

Mit­glie­der der Jun­gen Uni­on (JU) Je­na-Wei­mar hat­ten das Graf­fi­to auf der Ska­ter-An­la­ge um­ge­stal­tet, weil es nach Auf­fas­sung der JU zu Ge­walt auf­rief. Kon­kret ging es um die Ab­bil­dung ei­ner Stra­ßen­schlacht mit Mo­lo­tow­cock­tails oder her­ab­las­sen­de Äu­ße­run­gen ge­gen­über der Po­li­zei, die von den jun­gen Christ­de­mo­kra­ten über­malt wor­den sind: der Brand­satz mit ei­nem Herz, das Wort „Fuck“(ein eng­li­scher Schimpf­wor­tSu­per­la­tiv) durch „Lo­ve“(deutsch: „Lie­be“).

Je­nas CDU-Kreis­chef Gun­tram Woth­ly zeig­te sich be­stürzt über die neu­es­te Ent­wick­lung im Ska­ter-Park. Er such­te be­reits den Kon­takt zu Se­bas­ti­an Neuß, den Su­per­in­ten­den­ten der Evan­ge­li­schen Kir­che in Je­na.

Ei­gent­lich ob­liegt die Gestal­tung der Prall­schutz­wän­de im Ska­ter-Park der Jun­gen Ge­mein­de Stadt­mit­te. Das mit ih­rem Se­gen an­ge­brach­te Graf­fi­to ge­fiel aber Mit­ar­bei­tern der Stadt­ver­wal­tung und des Kom­mu­nal­ser­vice nicht. Bei ei­nem Vo­r­or­tTer­min wur­de ver­ein­bart, dass der Ju­gend­hil­fe­aus­schuss des Stadt­ra­tes nach der Som­mer­pau­se ent­schei­det, wie es mit dem Bild wei­ter­geht und ob es als freie Mei­nungs­äu­ße­rung blei­ben darf. So lang woll­ten die Mit­glie­der der Jun­gen Uni­on nicht ab­war­ten.

„Wir emp­fin­den es als un­er­träg­lich, dass mit den Graf­fi­ti so of­fen zu Hass und Ge­walt ge­gen­über der Po­li­zei auf­ge­ru­fen wur­de“, hat­te Mar­tin Rö­ckert von der Jun­gen Uni­on ge­sagt. Über­malt wur­de dann auch das An­ar­chie-A auf ei­ner Fah­ne. Es wur­de durch das Pe­ace-Zei­chen über­sprüht. Ge­nau an die Stel­le des Frie­dens­zei­chens ist nun wie­der ein An­ar­chie-Sym­bol ge­tre­ten.

Zu der er­neu­ten Über­ma­lung hat sich bis­her nie­mand be­kannt.

Fo­to: Tho­mas Beier

Das Graf­fi­ti auf der Ska­ter-An­la­ge Ra­sen­müh­le wur­de er­neut über­malt. Jetzt von Leu­ten, die die vor­aus­ge­gan­ge­ne Über­ma­lung durch die Jun­ge Uni­on nicht gut fan­den. Auf der an­de­ren Sei­te der Wand wird jetzt auch wie­der die Po­li­zei be­lei­digt.

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