Flüs­se tra­gen Nähr­stof­fe in die Ost­see

Rück­läu­fi­ge Men­ge an Schwer­me­tall

Thüringische Landeszeitung (Jena) - - WISSENSCHAFT -

BER­LIN. Die Men­ge der Nähr­stof­fe und Schwer­me­tal­le, die aus Deutsch­land in die Ost­see ge­langt, geht nach amt­li­chen Da­ten seit 2006 nur leicht zu­rück. Ins­ge­samt sei­en „sta­gnie­ren­de be­zie­hungs­wei­se leicht ab­neh­men­de Trends“zu ver­zeich­nen, heißt es in ei­ner Ant­wort des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne Fra­ge der Grü­nen. Je­doch schwank­ten die Men­gen teils er­heb­lich. So wür­den in nie­der­schlags­rei­chen Jah­ren mehr Nähr- und Schad­stof­fe über Flüs­se ein­ge­tra­gen. Die Stof­fe stamm­ten viel­fach aus Land­wirt­schafts­flä­chen.

Im Jahr 2016 ge­lang­ten der Ant­wort zu­fol­ge 11 943 Ton­nen Stick­stoff aus Deutsch­land in die Ost­see. Im Jahr 2006 wa­ren es nach Da­ten des Um­welt­bun­des­amts (UBA) 15 327 Ton­nen.

Wenn zu vie­le Nähr­stof­fe in die Ost­see ge­lan­gen, ist dies ein Um­welt­pro­blem. Wird das Meer über­düngt, ver­meh­ren sich nach An­ga­ben des UBA mi­kro­sko­pisch klei­ne schwe­ben­de Al­gen und gro­ße, fest­sit­zen­de Al­gen stark. Da­durch kann Licht im Was­ser feh­len, der Ab­bau der Al­gen kann wie­der­um zu Sau­er­stoff­man­gel füh­ren. (dpa)

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