Zahl der Asyl­ver­fah­ren wei­ter rück­läu­fig

Jus­tiz­mi­nis­ter Lau­in­ger: Pro­ble­me eher im Be­reich der In­te­gra­ti­on als im An­kunfts­ge­sche­hen

Thüringische Landeszeitung (Weimar) - - ERSTE SEITE - VON ELMAR OT­TO

Die Zahl der an­hän­gi­gen Asyl­ver­fah­ren in Thü­rin­gen ist wei­ter stark rück­läu­fig. Nach An­ga­ben des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums sank sie von rund 13000 im Som­mer 2016 über 2150 im Au­gust 2017 bis zu ak­tu­ell knapp 1400. „Das ist der Grund, war­um ich den ger­ne von CDUSpit­zen­po­li­ti­kern im Mun­de ge­führ­ten Satz ‚Wir müs­sen end­lich mal für Ord­nung sor­gen’ für an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen hal­te“, sagt Jus­tiz­mi­nis­ter Die­ter Lau­in­ger (Grü­ne) im Ge­spräch mit die­ser Zei­tung.

Pro­ble­me sieht der Lan­des­po­li­ti­ker eher im Be­reich der In­te­gra­ti­on als im An­kunfts­ge­sche­hen. Die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Suhl ha­be in­zwi­schen ei­ne Lei­te­rin. „Al­les in al­lem ha­ben wir seit zwei Jah­ren ge­ord­ne­te Ver­hält­nis­se in Thü­rin­gen“, be­tont der Mi­nis­ter. Man ha­be schnel­le Ent­schei­dun­gen und ei­nen durch­or­ga­ni­sier­ten Ablauf. Beim rei­nen Ver­wal­tungs­ab­lauf ge­be es kei­ne un­ge­ord­ne­ten Ver­fah­ren.

Lau­in­ger setzt vor­ran­gig auf frei­wil­li­ge Aus­rei­sen ab­ge­lehn­ter Flücht­lin­ge. Aber es gel­te: „Wenn al­le Rechts­mit­tel aus­ge­schöpft sind, müs­sen die Ent­schei­dun­gen der Ge­rich­te um­ge­setzt und die Men­schen auf­ge­for­dert wer­den zu ge­hen.“

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