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Thüringische Landeszeitung (Weimar) - - THÜRINGEN -

Das Grenz­land­mu­se­um wur­de 1995 er­öff­net. Das Mu­se­um be­fin­det sich an ei­nem eins­ti­gen Grenz­über­gang. 2010 wur­de die Dau­er­aus­stel­lung um­fas­send er­neu­ert.

• Öff­nungs­zei­ten: diens­tags bis sonn­tags von 10 bis 17 Uhr. Ein Jahr nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung er­öff­ne­te das Grenz­mu­se­um „Schiff­lers­grund“und ist da­mit ei­nes der äl­tes­ten in der Bun­des­re­pu­blik. Der­zeit wird ei­ne Neu­kon­zep­ti­on des Mu­se­ums, das vor al­lem Tech­nik aus der Zeit der deut­schen Tei­lung zeigt, rea­li­siert.

• Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Sonn­tag von 10 Uhr bis 17 Uhr Die Ge­denk­stät­te „Po­int Al­pha“– zwi­schen eins­ti­gem US-Be­ob­ach­tungs­stütz­punkt und DDR-Grenz­trup­pen be­wegt sich die­se his­to­ri­sche Au­f­ar­bei­tung.

• Kon­takt für Füh­run­gen: ser­vice@poin­tal­pha.com Am ehe­ma­li­gen Grenz­über­gang Meiningen – Eu­ßen­hau­sen er­in­nert hier bei Hen­ne­berg ei­ne Frei­land­aus­stel­lung an die eins­ti­ge in­ner­deut­sche Gren­ze und die Tei­lung Deutsch­lands in zwei Staa­ten. Un­ter den Skulp­tu­ren ist et­wa ei­ne Gol­de­ne Brü­cke über die Lan­des­gren­ze Thü­rin­gen - Bay­ern – er­rich­tet im Jahr 1996. Dass die Gren­ze bei Beh­run­gen er­le­bund er­fahr­bar ge­wor­den ist, geht vor al­lem auf pri­va­te Initia­to­ren zu­rück. Zahl­rei­che Frag­men­te der eins­ti­gen Gren­ze wer­den seit 1999 er­hal­ten.

Wenn von Ge­denk- und Lern­or­ten zur DDR-Ge­schich­te die Re­de ist, den­ken die meis­ten Men­schen zu­nächst an die Grenz­mu­se­en. Thü­rin­gen hat ei­ne Viel­zahl sol­cher Ein­rich­tun­gen auf­zu­wei­sen, weil mit 763 Ki­lo­me­tern mehr als die Hälf­te des ins­ge­samt et­wa 1400 Ki­lo­me­ter lan­gen ehe­ma­li­gen in­ner­deut­schen Grenz­strei­fens heu­te Thü­rin­ger Gren­ze zu den Nach­bar­B­un­des­län­dern ist.

Be­deu­tend sind aber auch Ein­rich­tun­gen in der Lan­des­mit­te, die sich mit der DDR be­fas­sen. Hier ragt die Andre­as­stra­ße in Er­furt her­aus – nicht nur, weil sie sich so­wohl mit Sta­si-Knast als auch mit der fried­li­chen Re­vo­lu­ti­on be­fasst. Sie ist mit noch nicht ein­mal fünf Jah­ren Be­stand un­ter den jüngs­ten Ein­rich­tun­gen die­ser Art bun­des­weit.

Stolz sein kann Pro­fes­sor Jörg Gan­zen­mül­ler, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Stif­tung Et­ters­berg, auf die An­zie­hungs­kraft der Ge­den­kund Bil­dungs­stät­te Andre­as­stra­ße: In die­sem Som­mer konn­te der 100.000. Be­su­cher begrüßt wer­den – ei­ne jun­ge Frau aus West­thü­rin­gen am Be­ginn ih­rer Aus­bil­dung. Und so wie sie kom­men vie­le jun­ge Men­schen in das Haus, das ei­ne wich­ti­ge Fa­cet­te der DDR-Ge­schich­te auf un­ter­schied­li­chen Ebe­nen und mit un­ter­schied­li­chen Mit­teln bis hin zur Gra­phic No­vel er­zählt. Am 4. De­zem­ber ist es fünf Jah­re her, dass die Dau­er­aus­stel­lung er­öff­net wur­de – und al­le­dem Der Ber­ka­cher Grenz­turm ist Teil des Deutsch-Deut­schen Frei­land­mu­se­ums – und Be­su­cher­ma­gnet. Das Bau­werk aus dem Jahr 1978 ge­hör­te zur DDRG­renz­si­che­rung im Ab­schnitt 44. Heu­te steht die eins­ti­ge Übungs- und Lehr­gren­ze der DDR na­he Röm­hild un­ter Denk­mal­schutz. Seit 2009 sind die 300 Me­ter „an­ge­nom­me­ne“Grenz­li­nie in ei­nem Wald­stück Bo­den­denk­mal. war ei­ne lan­ge Aus­ein­an­der­set­zung vor­aus­ge­gan­gen, was mit die­sem Ort un­weit des Doms über­haupt ge­sche­hen soll.

„Wir ha­ben uns gut ver­netzt“, sagt Gan­zen­mül­ler. Schü­ler kom­men klas­sen­wei­se nicht nur aus Thü­rin­gen, son­dern auch aus Sach­sen-An­halt, Hes­sen und Bay­ern... Schwie­ri­ger sei es, Tou­ris­ten auf das An­ge­bot auf­merk­sam zu ma­chen. „Aber auch dank der Tou­rist-In­fo Er­furt steigt die An­zahl der In­di­vi­du­al­be­su­cher ste­tig“, macht er deut­lich. Wer mit dem Bus in ei­ner Grup­pe zu ei­ner Stipp­vi­si­te nach Er­furt reist, hat die Ge­denk­stät­te eher nicht auf dem Zet­tel. Da­ge­gen kom­men – im Rah­men der po­li­ti­schen Bil­dung – Bun­des­wehr­sol­da­ten, Stu­die­ren­de, Schü­ler...

Man­cher Gast ha­be zu­nächst das Vor­ur­teil, an die­sem Ort sol­le das Le­ben in der DDR ab­ge­wer­tet wer­den. „Aber ge­nau dar­um geht es uns nicht. Die meis­ten Be­su­cher sind viel­mehr po­si­tiv über­rascht, wie dif­fe­ren­ziert wir die Ver­gan­gen­heit dar­stel­len. Es geht ja nicht schlicht dar­um, hier ei­nen Die Ge­denk­stät­te Andre­as­stra­ße in Er­furt öff­net Diens­tag &. Don­ners­tag 12 bis 20 Uhr, Frei­tag, Sams­tag, Son­nund an Fei­er­ta­gen von 10 bis 18 Uhr.

• www.stif­tung-et­ters­berg.de/ an­dre­as­stras­se/ Im Mu­se­um Grä­f­en­thal wird die Stadt- und Schloss­ge­schich­te ge­zeigt – und da­bei auch die Pha­sen von Grenz­öff­nung bis Grenz­auf­bau. Um­fas­send dar­ge­stellt sind die Zwangs­aus­sied­lun­gen aus dem Jahr 1952.

• Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Don­ners­tag 12 Uhr bis 16 Uhr, Frei­tag 11 Uhr bis 15 Uhr, Wo­chen­en­de und Fei­er­ta­ge 14 Uhr bis 16.30 Uhr

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Der Ort fiel der DDR zum Op­fer. 1978 wur­den die letz­ten Häu­ser ab­ge­ris­sen. 1992 wur­de die Ge­denk­stät­te ein­ge­weiht de­ren Zen­trum der noch er­hal­te­ne Fried­hof des 1340 erst­mals er­wähn­ten Or­tes ist. Sta­sik­nast dar­zu­stel­len. Wir bin­den die­sen Ort in das Le­ben in der DDR ein, the­ma­ti­sie­ren den All­tag in all sei­nen Fa­cet­ten.“Aus Sicht von Gan­zen­mül­ler ist ein gro­ßer Vor­teil der Andre­as­stra­ße, dass dort nicht nur der Sta­si-Knast war. „Es ist eben auch der Ort der fried­li­chen Re­vo­lu­ti­on“, hebt er her­vor. „Hier ha­ben die Er­fur­ter die Dik­ta­tur be­siegt“, ver­weist er auf je­ne frü­hen De­zem­ber­ta­ge 1989, als die Sta­si Ak­ten und an­de­res Be­weis­ma­te­ri­al ver­nich­ten woll­te – und cou­ra­gier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger am 4. De­zem­ber dies ver­hin­der­ten – und zwar mit fried­li­chen Mit­teln.

Gan­zen­mül­ler sieht beim Blick auf die Ge­schich­te vor bald drei Jahr­zehn­ten ei­ne dop­pel­te Ent­wick­lung: Ei­ner­seits stellt er ein ge­wis­se Mü­dig­keit fest, die Ge­scheh­nis­se in im­mer glei­cher Wei­se zu re­fe­rie­ren. „Gleich­zei­tig ha­be ich den Ein­druck, dass es un­ter den jün­ge­ren Men­schen, die die DDR nicht er­lebt ha­ben, im­mer mehr Fra­gen gibt – und zwar neue Fra­gen, die nicht vor­ran­gig um Re­pres­si­on und Wi­der­stand krei­sen. Das tut der gan­zen De­bat­te um die DDR gut“, stellt erA­fep­sotl.d„aDen Jun­gen geht es sehr viel stär­ker um die Fra­ge nach dem All­tag – und zwar un­ter dem Ge­sichts­punkt, wie die­ser All­tag und die Dik­ta­tur in­ein­an­der­grif­fen. Die heu­te jun­ge Ge­ne­ra­ti­on will ver­ste­hen, wie das Le­ben in der DDR war und zwar nicht nur mit Blick auf Sta­si oder Op­po­si­ti­on“, be­tont Gan­zen­mül­ler. Zu­vor sei der All­tag oft un­ter dem Ge­sichts­punkt der Ni­sche be­trach­tet wor­den. Das Grenz­bahn­hof-Mu­se­um ent­stand 2010. Pass­kon­trol­leu­re und Zöll­ner kon­trol­lier­ten hier zwi­schen 1949 und 1990 Mil­lio­nen Rei­sen­de.

• Öff­nungs­zei­ten: Mitt­woch, Sonn­abend und Sonn­tag von 13 Uhr bis 16 Uhr. Das ge­teil­te Dorf Möd­la­re­uth ist his­to­risch als „Litt­le Ber­lin“be­kannt ge­wor­den. Denn wie in der Haupt­stadt wur­de auch der Ort in ei­nen We­stund ei­nen Ost­teil ge­trennt.

• Öff­nungs­zei­ten: 1. No­vem­ber bis

28. Fe­bru­ar: 9 bis 17 Uhr, 1. März bis

31. Ok­to­ber: 9 bis 18 Uhr.

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