Fal­ten weg mit Trau­ben-Pfle­ge

Pig­ment­fle­cken mil­dern, Fält­chen glät­ten und die Haut ver­wöh­nen: In Trau­ben und Reb­stö­cken ste­cken je­de Men­ge Wirk­stof­fe für un­se­re Schön­heit

tina - - Front Page - Text: An­ne Groos

Sie ver­sü­ßen uns den Herbst: rot und grün­gold schim­mern­de Wein­trau­ben, die nicht nur köst­lich schme­cken, son­dern auch schön ma­chen. Denn in den Früch­ten, aber auch in den Reb­stö­cken, ste­cken je­de Men­ge haut­pfle­gen­der und ver­jün­gen­der Wirk­stof­fe.

Res­vera­trol ist der wohl be­kann­tes­te An­ti-Aging-Star.

Ei­gent­lich schützt die Pflan­zen­sub­stanz, die zu der Grup­pe der Po­ly­phe­n­o­le ge­hört, den Wein­stock vor Um­welt­ein­flüs­sen und Schäd­lin­gen. Ge­nau die­se Schutz­funk­ti­on über­nimmt Res­vera­trol auch für un­se­re Haut. In Cre­mes und Se­ren wirkt es kör­per­ei­ge­nen Pro­zes­sen ent­ge­gen, die die Al­te­rung der Zel­len be­schleu­ni­gen. Es hält freie Ra­di­ka­le (ag­gres­si­ve Sau­er­stoff­teil­chen)

in Schach und ver­hin­dert so vor­zei­ti­ge Fal­ten­bil­dung. Die­ser an­ti­oxi­da­ti­ve Ef­fekt wur­de in zahl­rei­chen Stu­di­en nach­ge­wie­sen und ist auch der Grund, war­um ein (!) Gläs­chen des ro­ten Re­ben­saf­tes als wah­rer Jung­brunn­nen gilt, der un­se­re Le­bens­er­war­tung deut­lich ver­län­gern kann. Doch in Trau­ben steckt noch viel mehr: z.B. „Vi­ni­fe­rin“aus den fri­schen Trie­ben der Wein­ran­ken. Die Sub­stanz, die in den Reb­stö­cken ge­bil­det wird, um das Holz zu schüt­zen, mil­dert Pig­ment­fle­cken – und zwar deut­lich stär­ker als Vit­amin C. Dann wä­re da noch der Wirk­stoff „Vi­n­o­le­vu­re“aus der Wein­he­fe. Er stärkt die Wi­der­stands­kraft der Haut und hilft ihr, Feuch­tig­keit zu spei­chern.

Bleibt noch das Be­au­ty-Ge­heim­nis der Früch­te.

Bei der Wein­ge­win­nung wur­den frü­her Scha­len und Ker­ne ein­fach weg­ge­wor­fen – bis ein Phar­ma­zie­pro­fes­sor ih­re au­ßer­or­dent­li­chen An­ti-Agin­gKräf­te ent­deck­te. Er er­zähl­te da­von der Win­zer­toch­ter Mat­hil­de Tho­mas (sie­he In­ter­view rechts), die dar­auf­hin 1993 die fran­zö­si­che Kos­me­tik­mar­ke Cau­da­lie grün­de­te. Doch zu­rück zu den Trau­ben: In den vit­amin­rei­chen Scha­len und vor al­lem den Ker­nen ist die Sub­stanz OPC ent­hal­ten – ei­ne der stärks­ten na­tür­li­chen An­ti­oxi­dan­ti­en. Sie ver­vier­facht die Wir­kung von Vit­amin C, be­wahrt da­mit un­se­re Zel­len vor frei­en Ra­di­ka­len und zö­gert so die Haut­al­te­rung her­aus. Um ein Ki­lo­gramm OPC zu ge­win­nen, wer­den fast drei Ton­nen Trau­ben be­nö­tigt. Aus den Ker­nen wird au­ßer­dem Öl ge­won­nen, das reich an un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren und Vit­amin E ist. Vor al­lem für rei­fe und tro­cke­ne Haut ist es ei­ne ech­te Wohl­tat.

Kna­cki­ge Frücht­chen für glat­te Haut: Trau­ben schüt­zen die Zel­len mit reich­lich Vit­amin-Po­wer

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