In­ter­view mit Patric Heiz­mann

Frau­en wie Män­ner wol­len heu­te schlank sein und at­trak­tiv ­aus­se­hen. Bei Wurst und Pom­mes ver­rät uns der Best­sel­ler-Au­tor, wie bei­de das ganz ein­fach schaf­fen und in Form blei­ben

tina - - Willkommen In Ihrer - In­ter­view: Ju­lia Mey­er­diercks Fo­tos: Gun­nar Gel­ler

Hört wie­der auf eu­ren Bauch. Er weiß schon, was gut­tut Patric Heiz­mann

Ab En­de Ok­to­ber geht Patric Heiz­mann wie­der auf Deutsch­land-Tour­nee. „Essen er­laubt!“heißt sei­ne neue Show. Klingt gut, dach­ten wir und tra­fen den Er­näh­rungs-Pro­fi mit­ten auf dem Ham­bur­ger Kiez. Na­tür­lich mit Cur­ry­wurst und Pom­mes! ti­na: Le­cker! Fehlt ei­gent­lich nur noch ein küh­les Als­ter, oder? Patric Heiz­mann: Al­so ich neh­me lie­ber Was­ser. Am bes­ten ein „männ­li­ches“, al­so ein stil­les. Das blub­bert nicht so viel. Al­ko­hol trin­ke ich eher nicht, das ist ja ei­ne to­ta­le Fett­ver­bren­nungs­brem­se. Aber Cur­ry­wurst und ­Pom­mes gön­nen wir uns … Na klar! Wenn man schon mal in Ham­burg auf der Ree­per­bahn ist, dann kann man auch mal ’ne Cur­ry­wurst essen. Aber sonst ­es­se ich das eher sel­ten, ehr­lich ge­sagt. Aber ih­re Show heißt „­Essen er­laubt!“– was ­mei­nen Sie denn da­mit? Ich will da­mit sa­gen, dass man durch­aus auch mal ­ei­ne Cur­ry­wurst be­wusst ge­nie­ßen darf. Oder Eis. Oder Ku­chen. Al­les ist ­er­laubt, so­lan­ge wir es be­wusst ge­nie­ßen! Es heißt nicht, dass wir jetzt an­fan­gen, sinn­los Essen in uns hin­ein­zu­stop­fen. Ich wür­de gern et­was mehr Ent­spannt­heit in das völ­lig ver­korks­te The­ma „Er­näh­rung und Ab­neh­men“brin­gen. Wie­so ver­korkst? Ver­korkst, weil ei­gent­lich kaum ei­ner noch ei­nen Durch­blick hat. Fast al­le sind to­tal ver­un­si­chert. Ein Trend jagt den nächs­ten. Ei­ne Stu­die wi­der­legt die nächs­te. Wer weiß denn schon noch, wie man sich ge­sund ­er­nährt. Und dass ei­ne Cur­ry­wurst mit Pom­mes nicht die ge­sün­des­te Mahl­zeit ist, aber ru­hig mal sein darf. Die ei­ne Cur­ry­wurst macht nicht gleich dick. Da­für gibt es ein paar Tricks. Wer die kennt, kann ­ei­gent­lich al­les essen. Ver­ra­ten Sie uns die Tricks? Als Ers­tes: wie­der ler­nen, auf den Kör­per zu hö­ren! Zwei­tens: mög­lichst häu­fig Le­bens­mit­tel kau­fen, die kei­ne Zu­ta­ten­lis­te ha­ben. Und drit­tens: ge­sund ko­chen ler­nen. Wenn ich mich mal ei­nen hal­ben Tag nicht gut ­er­näh­re, dann spü­re ich das so­fort. Ich bin schlapp, der Bauch ru­mort. Das ist für mich kei­ne Le­bens­qua­li­tät. Al­so ko­che ich lie­ber frisch, es­se we­ni­ger Koh­len­hy­dra­te und vor al­lem ganz­tags mehr Ei­weiß. Und wenn ich mal die Cur­ry­wurst es­se, gibt es spä­ter eben ei­nen Aus­gleich – z. B. Sup­pe oder Sa­lat. Das ist auch schon das gan­ze Ge­heim­nis. Klingt ea­sy. Und doch tun sich Män­ner bei ei­ner Er­näh­rungs-Um­stel­lung schwer?

Weil sie den­ken, sie müss­ten ver­zich­ten, Di­ät ma­chen, hun­gern. Da be­kommt je­der In der „Hei­ßen Ecke“auf dem Kiez sprach ti­na-Re­dak­teu­rin Ju­lia Mey­er­diercks mit dem Er­näh­rungs-Pro­fi über „männ­li­ches“Was­ser, Nasch­de­menz und Wa­ckel­po­pos Mann so­fort Stress. Ist ja klar. Da­bei liegt ge­nau da der Feh­ler! Um ab­zu­neh­men, muss man essen! Die Zel­len müs­sen ver­sorgt sein mit Nähr­stof­fen. Aber es kommt na­tür­lich auch auf das Essen an. Und da schließt sich das zwei­te Pro­blem an: ­Vie­len feh­len die Al­ter­na­ti­ven zu Brot und Pas­ta. Wir essen viel zu vie­le Koh­len­hy­dra­te, das hemmt die Fett­ver­bren­nung und nimmt hoch­wer­ti­gem Ei­weiß den Platz auf dem Tel­ler weg. Was sind die größ­ten Er­näh­rungs­feh­ler? Die Nasch­de­menz. Wir sna­cken und trin­ken im­mer mal so ne­ben­bei. Hier mal ein Keks, da mal ein Cof­fee to go, ein Stück ­Piz­za auf die Hand, mal eben ein Eis … Vie­le fut­tern den gan­zen Tag, oh­ne es wirk­lich wahr­zu­neh­men. Da kom­men un­be­merkt rich­tig vie­le Ka­lo­ri­en rein, und man hat trotz­dem das Ge­fühl „Ich hab’ doch gar nichts ge­ges­sen.“Meis­tens sind es ja eher die Frau­en, die gern ei­ne paar Pfun­de ver­lie­ren wol­len. Und der Ehe­mann streikt. Was kann man – oder bes­ser frau – da tun? Frau­en wis­sen ei­gent­lich sehr gut, wie es geht. Sie sind bei die­sem The­ma viel klü­ger, das ist ein­fach so. Manch ei­nem Ehe­mann mag es schwer­fal­len, al­te Ge­wohn­hei­ten zu ver­än­dern, das stimmt. Aber zu zweit macht es de­fi­ni­tiv mehr Spaß. Viel­leicht hilft es, wenn sie mal al­te Ur­laubs­fo­tos von frü­her – als bei­de noch in Form wa­ren – her­aus­kramt. Das könn­te ei­ne ganz gu­te Mo­ti­va­ti­on sein. Ich per­sön­lich fin­de: Es gibt nichts, das so gut schmeckt, wie sich ein fit­ter, schlan­ker Kör­per an­fühlt. Mal Hand aufs Herz: Für Ihr ­Mus­kel­pa­ket tun Sie aber schon ei­ni­ges, oder? Ja, schon. Das ist mein Hob­by. Ich lie­be Sport und ma­che schon ewig Fit­ness. Ich möch­te gern ge­sund alt wer­den. Das ist mein Weg. Aber das be­deu­tet nicht, dass man mir das nach­ah­men müss­te. Schon klei­ne Ve­rän­de­run­gen im All­tag rei­chen. Ken­nen Sie die bes­te Übung ge­gen Wa­ckel­po? (Patric Heiz­mann ­be­ginnt, auf dem Stuhl auf und ab zu wip­pen.) Ein­fach nur die Po­ba­cken ganz fest zu­sam­menknei­fen. Im­mer wenn Sie im ­Au­to an der ro­ten Am­pel ste­hen. Oder zehn­mal am Tag zehn­mal Po­po­knei­fen. Das schafft je­der! Und das reicht schon? Um die Mus­keln zu ak­ti­vie­ren, ja. Und die brau­chen wir nun mal für die Fett­ver­bren­nung. Je mehr Mus­keln, um­so mehr Ka­lo­ri­en ver­bren­nen wir. Es ist wirk­lich leich­ter, als man denkt. Man muss ein­fach nur an­fan­gen. Et­was mehr Be­we­gung und drei­mal täg­lich satt essen. Und zwar Din­ge, die der Kör­per wirk­lich braucht. Dann ka­piert der: Ich ha­be ver­stan­den, ich kann den Stoff­wech­sel an­kur­beln, in dem ich Mus­ku­la­tur er­hal­te oder so­gar noch ver­dich­te. Dich­te­re Mus­keln ver­brau­chen 24 St­un­den, al­so rund um die Uhr, mehr Ka­lo­ri­en. Dann klappt das Ab­neh­men tat­säch­lich auch im Schlaf ziem­lich leicht.

Patric auf Tour

Mit sei­ner neu­en Show „Essen er­laubt!“tourt der Best­sel­ler-Au­tor von Ok­to­ber bis De­zem­ber durch Deutsch­land. ­In­fos und Ti­ckets ab 25 Eu­ro un­ter www.con­tra­pro­mo­ti­on.com

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