Die ti­na-Frau der Wo­che or­ga­ni­siert Frei­wil­li­gen-Pro­jek­te in Ugan­da

Die Pa­der­bor­ne­rin or­ga­ni­siert in Ugan­da Frei­wil­li­gen-Pro­jek­te. Hel­fer aus Deutsch­land sind im­mer will­kom­men

tina - - Willkommen In Ihrer - Text: Chris­ti­na Wü­se­ke

Seit vier Wo­chen ist An­ne Gro­the in ih­rem zwei­ten Zu­hau­se, in Ugan­da. Drei Mo­na­te wird sie blei­ben, den De­zem­ber ver­bringt sie bei ih­rem Mann und den bei­den er­wach­se­nen Kin­dern in Pa­der­born. Dann geht es wie­der bis En­de März nach Afri­ka. „Ich kann nicht an­ders, ich muss.“Das weiß sie, seit­dem sie ih­re Freun­din, die als Ent­wick­lungs­hel­fe­rin in Ugan­da war, für ei­ni­ge Ta­ge be­glei­te­te. „Die Be­geg­nung mit ei­nem Jun­gen na­mens Odis­sa Charles war prä- gend. Er hat­te ei­ne Blut­ver­gif­tung. Zu se­hen, dass man in ei­nem Land wie Ugan­da dem Tod so schnell so nah ist, konn­te ich nicht ver­ges­sen. Für mich stand fest: Wir hel­fen Odis­sa und sei­ner Fa­mi­lie.“Das war vor zehn Jah­ren. 2013 hat An­ne Gro­the den Ver­ein Odis­sa-Charles e.V. und 2016 die ­Or­ga­ni­sa­ti­on Bi­run­gi ins Le­ben ge­ru­fen.

Bi­run­gi – so wer­den in Ugan­da Men­schen ge­nannt, die für an­de­re sor­gen.

Je­mand wie An­ne Gro­the. Oder die frei­wil­li­gen Hel­fer, die sie bei ih­ren ­Pro­jek­ten un­ter­stüt­zen. In ei­nem Haus der ­Bi­run­gi-Or­ga­ni­sa­ti­on in Jin­ja, der zweit­größ­ten Stadt Ugan­das, ste­hen drei Zim­mer für Gäs­te aus Deutsch­land be­reit (ab 350 Eu­ro/ Wo­che in­klu­si­ve Ver­pfle­gung und Be­treu­ung). „Wer wirk­lich in die Kul­tur ein­tau­chen will, ist bei mir ge­nau rich­tig“, sagt An­ne Gro­the. „Und wer mag, packt mit an.“Die Frei­wil­li­gen blei­ben zwi­schen zwei und zwölf Wo­chen und hel­fen im Kin­der­gar­ten mit, in der Grund­schu­le, im Wai­sen­haus oder in den Werk­stät­ten. „Frei­wil­li­ge aus al­len Be­rei­chen und gern auch jen­seits der 30 sind will­kom­men.“In­dem sie Gäs­te auf­nimmt, si­chert An­ne Gro­the zu­dem acht Ein­hei­mi­schen Voll­zeit-Ar­beits­plät­ze, et­wa als Koch oder Rei­ni­gungs­kraft.

Den Kin­der­gar­ten und das Wai­sen­haus hat die Pa­der­bor­ne­rin auf­ge­baut. „Das woll­te ich vor mei­nem 50. Ge­burts­tag schaf­fen.“Hat funk­tio­niert. „Frü­her ha­be ich als Al­ten­pfle­ge­rin ge­ar­bei­tet, mit 40 aber noch So­zi­al­ar­beit stu­diert.“Ist sie in Pa­der­born, ar­bei­tet sie in ei­ner psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Pra­xis. Und Odis­sa? „Er wird bald 18 und möch­te An­walt wer­den“, sagt An­ne Gro­the und lä­chelt.

Odis­sa Charles, sei­ne Mut­ter und An­ne schau­en Zeug­nis­se an. Dank An­ne hat er ei­ne Zu­kunft. So wie 36 an­de­re Kin­der, die der Ver­ein in­zwi­schen un­ter­stützt

Sis­ter Har­riet lei­tet ein gro­ßes Kran­ken­haus und ist en­ge Freun­din von An­ne

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