War­um wir den „Tat­ort“so sehr lie­ben

Sonn­tag­abend ist Kri­mi-Zeit zwi­schen Kiel und Lud­wigs­ha­fen. ti­na ­ver­rät, bei wem sich im Herbst das Ein­schal­ten lohnt

tina - - Willkommen In Ihrer -

Vie­le Men­schen sind am Sonn­tag­abend zwi­schen 20.15 und 21.45 Uhr nicht zu spre­chen. Sie sit­zen vor dem Fern­se­her und schau­en „Tat­ort“. Nicht nur die Ge­ne­ra­ti­on 60 +, die den Kri­mi seit 47 Jah­ren ver­folgt. Nein, auch jün­ge­re und jun­ge Leu­te fie­bern je­den Sonn­tag mit, tref­fen sich in Kn­ei­pen zum ­Pu­b­lic Viewing, dis­ku­tie­ren schon wäh­rend der Sen­dung im In­ter­net, ob die Hand­lung et­was taugt oder mal wie­der ganz schön schräg ist.

Kei­ne Fra­ge, „Tat­ort“ist Kult.

War­um das so ist, kön­nen selbst Me­di­en­wis­sen­schaft­ler, die Hun­der­te Fol­gen schau­ten und ana­ly­sier­ten, nicht ge­nau er­klä­ren. Die Idee mit der Re­gio­na­li­tät scheint wirk­lich ­ge­ni­al zu sein, die häu­fig so­zi­al­kri­ti­schen The­men kom­men an, und na­tür­lich die ei­gen­wil­li­gen Er­mitt­ler, die al­lein schon für Dis­kus­sio­nen sor­gen und stets mit bril­lan­ten Schau­spie­lern be­setzt sind.

Selbst der Pro­gramm­di­rek­tor der ARD, Vol­ker Her­res, kann das Rät­sel um den Er­folg des „Tat­orts“nicht ganz lö­sen: „Viel ist über die Ur­sa­che spe­ku­liert wur­den: die Of­fen­heit und gro­ße Band­brei­te des For­mats, der Sen­de­platz am Sonn­tag­abend. Wahr­schein­lich ist es am En­de wie mit ­je­dem ech­ten Ge­heim­nis, dass es nie ganz ge­lüf­tet wer­den kann.“

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