Was uns „Die­se Wo­che“be­wegt

Ge­ra­de hat die Re­gie­rung den neu­en Bun­des­wald­be­richt her­aus­ge­bracht. Die in­ter­es­san­tes­ten Fak­ten

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So viel­fäl­tig: Man sieht im Wald auch lau­ter Bäu­me

Vier Baum­ar­ten prä­gen die Wäl­der: Fich­ten ste­hen auf 25 % der Flä­chen, Kie­fern auf 22 %, Bu­chen wach­sen auf 15 %, Ei­chen auf 10 %. Ei­chen (plus 7 %) und Bu­chen (plus 6 %) wer­den mehr, Fich­ten (mi­nus 8 %) und Kie­fern (mi­nus 3 %) gibt es we­ni­ger. Bei ein­ge­führ­ten Baum­ar­ten füh­ren Dou­gla­sie (2 %), Japan­lär­che (0,8 %) und Ro­tei­che (0,5 %).

Wie schön: Bei uns gibt es wie­der mehr Wald

32 Pro­zent der Flä­che Deutsch­lands, 11,4 Mil­lio­nen Hekt­ar, sind Wald. Seit 2002 ka­men so­gar et­wa 50 000 Hekt­ar Wald da­zu. In der nord­deut­schen Tief­ebe­ne gibt es et­was we­ni­ger, in den Mit­tel­ge­bir­gen mehr Wald. Die wald­reichs­ten Bun­des­län­der sind Hes­sen (42 %), Rhein­land-Pfalz (42 %) und das Saar­land (40 %). Am we­nigs­ten gibt es in Schles­wig-Hol­stein (11 %).

Gut be­hü­tet: Vie­le Wald­ge­bie­te sind ge­schützt

2,7 Mio. Hekt­ar (24 %) un­se­res Wal­des sind als Flo­ra-Fau­na-Ha­bi­tat- oder Vo­gel­schutz­ge­biet aus­ge­wie­sen. Hier müs­sen Wald­be­sit­zer dar­auf ach­ten, dass ge­schütz­te Ar­ten ih­ren Le­bens­raum be­hal­ten. „Die öko­lo­gi­sche Wer­tig­keit der Wäl­der“, sagt der Wald­be­richt, „hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten ver­bes­sert.“Noch im­mer ist aber die Stick­stoff-Be­las­tung des Wal­des zu hoch, Bäu­me und Bö­den lei­den dar­un­ter.

Echt ent­span­nend: Der Wald ist Er­ho­lungs­ge­biet

Über 55 Mio. Men­schen, 70 % der Be­völ­ke­rung, sind min­des­tens ein­mal im Jahr im Wald in ih­rer Nä­he un­ter­wegs. Das Bun­des­wald­ge­setz will, dass ein Aus­gleich zwi­schen den In­ter­es­sen der All­ge­mein­heit und der Wald­be­sit­zer ge­schaf­fen wird. 48 % der Wäl­der sind in pri­va­ter Hand, es gibt 2 Mio. Be­sit­zer. Der Rest ge­hört Län­dern, Kom­mu­nen oder Bund.

Sehr flei­ßig: Der Wald gibt vie­len Men­schen Ar­beit

Für 1,1 Mil­lio­nen Men­schen ist der Wald die Le­bens­grund­la­ge: in der Forst­wirt­schaft, der Mö­bel­in­dus­trie oder in der Pa­pier­wirt­schaft. Trotz Holz­ein­schlag wächst die Men­ge an Holz, die so­ge­nann­ten Vor­rats­fest­me­ter, je­des Jahr um 0,1 % auf nun 3,9 Mil­li­ar­den. Die Wald­ver­jün­gung wird zu 85 % von der Na­tur selbst ge­leis­tet, 13 % pflanzt der Mensch. Aber 99 % der Wäl­der sind bei uns von Men­schen ge­prägt.

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