Editorial

Traumgaerten - - Editorial -

Schrift­stel­ler, Künst­ler und der Feuilleton sin­gen in schö­ner Re­gel­mä­ßig­keit ein Lob­lied auf die Kunst des We­glas­sens. Dar­in sind sie sich merk­wür­dig ei­nig. Sie soll gar die Ba­sis je­der kul­tu­rel­len Leis­tung sein und je­dem krea­ti­ven Pro­jekt ei­ne Art Qua­li­täts­sie­gel auf­drü­cken.

Krea­ti­ve Gärt­ner sind mit dem Weg­las­sen et­was vor­sich­ti­ger. Ge­wiss, auf Un­kraut kann man ge­trost ver­zich­ten. Auch Spät­frös­te wünscht das Gärt­ner­herz all­jähr­lich dort­hin, wo der Pfef­fer wächst. Wo­bei es ge­ra­de dort im­mer hübsch warm ist.

Aber al­le an­de­ren Din­ge, die ei­nen Traum­gar­ten aus­ma­chen, kön­nen gar nicht in aus­rei­chen­der Men­ge her­an­ge­schafft wer­den. Pfingst­ro­sen zum Bei­spiel: Fla­nie­ren Sie mit uns durch die Blü­ten­fül­le im eng­li­schen Se­end Ma­nor. Soll­te Sie auf die­sem vi­su­el­len Streif­zug der hef­ti­ge Wunsch nach neu­en Paeo­ni­en pa­cken – wir ha­ben vor­ge­sorgt und Ih­nen traum­haft schö­ne Sor­ten zu­sam­men­ge­stellt.

Ent­de­cken Sie au­ßer­dem den vio­let­ten Blü­ten­rausch von Ord­nan­ce Hou­se, wo Mas­se eben doch Klas­se schaff­te. Und wie gut, dass auch dem Gartenprofi Ste­fan Tüber in sei­ner pri­va­ten Oa­se nichts zu viel war und er nichts weg­ge­las­sen hat. Wenn Sie dann noch die zehn deut­schen Gar­ten­schät­ze se­hen, die wir Ih­nen ab Sei­te 28 vor­stel­len, wer­den Sie wahr­schein­lich al­le be­su­chen und auf kei­nen ver­zich­ten wol­len.

Träu­men Sie mit uns durch den Früh­ling in den Som­mer hin­ein. Sie wer­den fest­stel­len – und dar­in sind sich nun wie­der al­le Gärt­ner ei­nig –, dass dies kei­ne Zeit des We­glas­sens ist, son­dern ei­ne Zeit der Opu­lenz und Fül­le. Ge­nie­ßen Sie sie!

Ih­re

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