Wenn

Traumwohnen - - Wohnen & Lebensart -

Aaf Vonk an die Fe­ri­en ih­rer Kind­heit zu­rück­denkt, über­strahlt ei­ne Er­in­ne­rung al­le an­de­ren: Jahr für Jahr bau­te sie ge­mein­sam mit ih­rer Schwes­ter ein Haus aus al­ten Kis­ten, ein ei­ge­nes Reich, nur für sie bei­de. „Wir zim­mer­ten auch ei­nen Tisch, ei­nen Stuhl und klei­ne Bet­ten für unsere Kat­ze und un­se­ren Hund und schmück­ten das Haus dann mit Blu­men und Pflan­zen“, er­zählt die Fries­län­de­rin. „Wir ha­ben je­den Tag dar­in ge­spielt, sechs Wo­chen lang, bis der Som­mer vor­bei war.“Mit 17 gab es dann das ers­te ei­ge­ne Apart­ment, dies­mal nur für ei­ne Per­son, aber da­für mit ei­ner neu­en Lei­den­schaft: der Far­be Weiß. „Wän­de, Ti­sche, Schrän­ke ... da­mals ha­be ich zum ers­ten Mal al­les weiß ge­stri­chen.“War­um es ihr die sanf­te Nicht-Far­be so an­ge­tan

hat? Aaf ver­rät: „Sie wirkt wun­der­bar frisch und so schön be­ru­hi­gend. Ich bin be­ruf­lich und privat stän­dig un­ter Strom, aber so­bald ich im Haus bin, füh­le ich mich ent­spannt und ein­fach rich­tig gut!“

Al­les selbst­ge­macht

Aafs „wei­ßes Haus“war ur­sprüng­lich ein ziem­lich ge­wöhn­li­ches Haus im frie­si­schen Kol­lum, in das sie vor 26 Jah­ren mit ih­rem Mann Jan, ih­rem Sohn Jo­han, und ih­ren bei­den Hun­den Ja­ckie und Pip ein­zog. „Es war da­mals ein Neu­bau aus den 80ern und hat­te nicht be­son­ders viel Charme“, er­in­nert sich die 52-Jäh­ri­ge. „Aber Stück für Stück ha­ben wir es in ein Zu­hau­se vol­ler At­mo­sphä­re ver­wan­delt.“Jan ver­leg­te ei­nen schlich­ten Ei­chen­holz­bo­den und ver­sah die Raum­de­cken mit wei­ßen Bal­ken, bau­te Fens­ter­lä­den und -bret­ter aus la­ckier­tem Holz und ver­schö­ner­te die Tü­ren mit­hil­fe von Vin­ta­ge-Knäu­fen. „Er hat auch un­se­ren Ess­tisch und das Bett aus al­tem Holz­be­stand ge­baut“,

„Für mich ist RAL 9010 der per­fek­te Weiß­ton: nicht zu kühl und pas­send zu al­len Nuan­cen.“

schwärmt die Nie­der­län­de­rin. „Ich schät­ze mich wirk­lich glück­lich, so ei­nen Mann zu ha­ben.“

Fund­stü­cke für die Ewig­keit

Vor die­ser Ku­lis­se kom­men Aafs Mö­bel und Ac­ces­soires vom Floh­markt na­tür­lich ganz be­son­ders per­fekt zur Gel­tung. Nach tol­len Stü­cken zu stö­bern, ist ei­ne wei­te­re Lei­den­schaft, die sie schon seit ih­rer Te­enager­zeit be­glei­tet. „Al­les in un­se­rem Haus ist alt und über die Jah­re ge­sam­melt ... bis auf das So­fa und die Ses­sel“, er­zählt die Trö­del­lieb­ha­be­rin. Doch ob­wohl Aaf für ih­ren On­li­ne-Shop für Vin­ta­ge-In­te­ri­or fast wö­chent­lich mit neu­en Fund­stü­cken nach Hau­se kommt, ver­än­dern sich ih­re ei­ge­nen vier Wän­de kaum. Denn für et­was Neu­es ei­nen ih­rer al­ten Schät­ze weg­zu­ge­ben, kä­me ihr nie in den Sinn. „Wenn ich et­was für mich kau­fe, macht mich das sehr glück­lich. Und das bleibt dann auch so, egal wie viel Zeit ver­geht“, ver­rät sie lä­chelnd. „Ich hän­ge sehr an all mei­nen Sa­chen, des­halb ha­be ich auch kein Lieb­lings­stück. Ich freue mich über al­le Din­ge, die ich be­sit­ze. Wenn ich et­was ein­mal lie­be, dann ist es für im­mer!“

MASSARBEIT Die Kü­che bau­te ein Schrei­ner nach dem Vor­bild aus ei­ner Zeit­schrift ex­tra für Aaf.

HIN­GU­CKER Die Vor­rä­te in den Schrank pa­cken? Nein, lie­ber of­fen zei­gen und schön in Sze­ne set­zen!

GLÜCK­LICH Aaf Vonk lebt seit 26 Jah­ren in ih­rem Haus und ist rund­um zu­frie­den.

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