Wei­ße Weih­nacht

Der Shab­by Chic-Stil hat es En­ny an­ge­tan. Ihr Zu­hau­se in Freiburg ver­strömt Vin­ta­ge-Ro­man­tik – an Weih­nach­ten ganz be­son­ders.

Traumwohnen - - Inhalt - TEXT: Ul­ri­ke Her­zog, Wil­ma Tjals­ma FO­TOS: An­ne­ke Gam­bon/Co­coFea­tu­res.com

Ih­re Lei­den­schaft für den ro­man­ti­schen Vin­ta­ge-Look of­fen­bart En­ny vor al­lem in der kal­ten Jah­res­zeit.

Eu­ka­lyp­tus­blät­ter, Pi­ni­en­zwei­ge und je­de Men­ge Christ­baum­ku­geln: So sieht es in En­nys Haus um Weih­nach­ten her­um aus. Al­le Jah­re wie­der freut sie sich schon dar­auf, zu de­ko­rie­ren. „Es klingt wie ei­ne Flos­kel aus ei­nem die­ser kit­schi­gen ame­ri­ka­ni­schen Weih­nachts­lie­der, die jetzt stän­dig im Ra­dio ge­spielt wer­den, aber für mich stimmt es zu hun­dert Pro­zent: Es ist die schöns­te Zeit des Jah­res. Die Ta­ge und Näch­te, wenn Hei­lig­abend kurz be­vor­steht, ha­ben et­was Ma­gi­sches. Ich lie­be es, zu­sam­men mit mei­ner Toch­ter und mei­nem Sohn die Woh­nung für das gro­ße Fest her­zu­rich­ten.“Die Fa­mi­lie lebt in ei­nem groß­zü­gi­gen Apart­ment in Freiburg im Breis­gau. Ob­wohl En­ny ein wasch­ech­tes Nord­licht ist – sie wur­de in Ham­burg ge­bo­ren – fühlt sie sich im Sü­den Deutsch­lands zu­hau­se. „Für mich ist es sehr wich­tig, ei­nen Ort zu ha­ben, an dem ich ganz ich selbst sein kann und an dem sich auch mei­ne Kin­der rund­um wohl­füh­len.“So ei­nen Ort hat sie sich mit viel Lie­be zum De­tail selbst ge­schaf­fen: aus ei­ner mo­der­nen Stadt­woh­nung zau­ber­te sie ein wah­res Shab­by-Wun­der­land. Die Räu­me leuch­ten al­le in war­men und hel­len

Farb­tö­nen. Da­durch wir­ken sie groß­zü­gig und gleich­zei­tig ge­müt­lich. Zeit­lo­sen Charme be­kom­men sie durch die an­ti­ken Fund­stü­cke, die sie über die Jah­re zu­sam­men­ge­tra­gen hat. Ih­re größ­te Hil­fe beim Ein­rich­ten? Da muss En­ny nicht lan­ge über­le­gen: „Ein­deu­tig der Zu­fall.“

Ein­rich­ten nach Bauch­ge­fühl

Dem Zu­fall hat der De­ko-Fan auch die in­di­vi­du­el­le Wand­ge­stal­tung zu ver­dan­ken. „Als ich im Wohn­zim­mer die Ta­pe­te ent­fern­te, kam un­ver­hofft die­se herr­li­che Pa­ti­na zum Vor­schein. Ich konn­te mein Glück kaum fas­sen und be­schloss, das­sel­be auch in al­len an­de­ren Räu­men zu tun. Sie run­det mei­ne Ein­rich­tung per­fekt ab.“En­ny ist ei­ne Meis­te­rin der Ba­lan­ce. Gro­be Ele­men­te wie die raue Pa­ti­na oder ver­wit­ter­tes Holz kom­bi­niert sie mit zar­ten Ma­te­ria­li­en: ei­nem glä­ser­nen Kron­leuch­ter, wei­chen Baum­woll­stof­fen oder glit­zern­den Ac­ces­soires. Die­ser Kniff kommt auch bei der Weih­nachts­de­ko zum

Ein­satz. So be­hängt sie et­wa ihr al­tes, höl­zer­nes Wand­re­gal in der Kü­che mit strah­len­den Weih­nachts­ku­geln in wei­ßen Nuan­cen. Her­zens­an­ge­le­gen­hei­ten So sehr En­ny den Zu­fall zu schät­zen weiß, wenn es um Fein­hei­ten geht, trifft sie Ent­schei­dun­gen mit Be­dacht. „Je­des Stück, das ich zu Weih­nach­ten zur Schau stel­le, hat ei­ne Be­deu­tung und es gibt viel zu ent­de­cken, wenn man durch un­se­re Woh­nung geht: al­te Bi­beln, klei­ne Schach­teln, Mi­ni-Tan­nen­bäu­me, Engel und Scha­fe. Was für mich auf gar kei­nen Fall feh­len darf: zu Krän­zen ge­wun­de­ne Pi­ni­en­zwei­ge und Eu­ka­lyp­tus­blät­ter. Erst wenn ihr Duft durch die Räu­me strömt, ist für mich Weih­nach­ten.“An den na­tür­li­chen De­ko­ra­ti­ons­stü­cken ori­en­tiert

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