Pa­ri­tä­ti­sche Fi­nan­zie­rung

Trossinger Zeitung - - Nachrichten & Hintergrund -

Die so­ge­nann­te pa­ri­tä­ti­sche Fi­nan­zie­rung bei der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung be­deu­tet, dass die Bei­trä­ge zu glei­chen Tei­len von Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­ge­bern ge­tra­gen wer­den. Die­se war 2005 ab­ge­schafft wor­den. Seit­dem gab es un­ter­schied­li­che Mo­del­le der Fi­nan­zie­rung, die die Ar­beit­neh­mer je­weils mehr be­las­te­ten als die Ar­beit­ge­ber. Seit 2015 gibt es ein Stu­fen­mo­dell aus ei­nem fes­ten Bei­trags­satz von 14,6 Pro­zent, der „pa­ri­tä­tisch“und da­mit je­weils zur Hälf­te von Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern be­zahlt wird. Au­ßer­dem wird ein fle­xi­bler, ein­kom­mens­ab­hän­gi­ger Zu­satz­bei­trag er­ho­ben, für den al­lein die Ar­beit­neh­mer auf­kom­men müs­sen. Ziel die­ser Re­ge­lung war es, die Ar­beit­ge­ber bei den Lohn­zu­satz­kos­ten zu ent­las­ten.

Zur­zeit liegt der Zu­satz­bei­trag im Schnitt bei 1,0 Pro­zent­punk­ten. Das heißt, der Ar­beit­neh­mer muss 8,3 und der Ar­beit­ge­ber 7,3 Pro­zent auf­brin­gen. Wenn der ge­sam­te Bei­trag wie­der hal­be hal­be ge­teilt wür­de, müss­ten Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber 7,8 Pro­zent be­zah­len. Das wä­re ei­ne Ent­las­tung der Ar­beit­neh­mer um 0,5 Pro­zent­punk­te vom Brut­to. Ein Ar­beit­neh­mer mit ei­nem mo­nat­li­chen Durch­schnitts­ein­kom­men von 3200 Eu­ro hat al­so ei­ne Brut­to-Ent­las­tung von 16 Eu­ro im Mo­nat. (KNA/dpa)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.