Mat­thi­as Kir­sch­ne­r­eit spielt

Kam­mer­or­ches­ter des Na­tio­nal­thea­ters Prag in gro­ßer Be­set­zung

Trossinger Zeitung - - Veranstaltungen -

TUTT­LIN­GEN (sz) - Mit St­ar­be­set­zung star­tet die Kon­zert­sai­son 2018/ 19 in der Stadt­hal­le Tutt­lin­gen: Am Mitt­woch, 17. Ok­to­ber, um 20 Uhr kon­zer­tiert ECHO Klas­sik Preis­trä­ger Mat­thi­as Kir­sch­ne­r­eit (Kla­vier) mit dem Kam­mer­or­ches­ter des Na­tio­nal­thea­ters Prag, das an die­sem Abend in gro­ßer Be­set­zung auf die Büh­ne geht. Die mu­si­ka­li­sche Lei­tung des Abends liegt in den Hän­den von Chef­di­ri­gent Petr Vronský.

Auf dem Pro­gramm ste­hen ne­ben Ro­bert Schu­manns Kla­vier­kon­zert amoll Op. 54 Fe­lix Men­dels­sohn-Bar­thol­dys Kon­zert-Ou­ver­tü­re „Schö­ne Me­lu­si­ne“, F-Dur Op. 32, und von Lud­wig van Beet­ho­ven die Sym­pho­nie Nr. 4, B-Dur Op. 60.

Mat­thi­as Kir­sch­ne­r­eit (56) ge­hört, ob­gleich er un­ge­wöhn­lich spät erst mit 14 Jah­ren sein ers­tes or­dent­li­ches Kla­vier­stu­di­um an der Det­mol­der Mu­sik­hoch­schu­le be­gann, zu den be­deu­ten­den deut­schen Pia­nis­ten sei­ner Ge­ne­ra­ti­on. Er sucht den Emp­fin­dungs­reich­tum, den Atem und da­mit die mensch­li­chen Zü­ge der Mu­sik.

So mag es nicht ver­wun­dern, dass ei­ne sei­ner mu­si­ka­li­schen Vor­lie­ben die Epo­che der Ro­man­tik ist: Schu­mann und Men­dels­sohn-Bar­thol­dy, Schu­bert und Brahms – das vor al­lem ist sei­ne Welt und ge­nau da­mit hat sich Mat­thi­as Kir­sch­ne­r­eit in die Bel­le Eta­ge der Pia­nis­ten­zunft ge­spielt. Der ECHO Klas­sik-Preis­trä­ger gibt jähr­lich et­wa 50 Kon­zer­te. Sei­ne in­zwi­schen über 30 CD–Ein­spie­lun­gen werden in schö­ner Re­gel­mä­ßig­keit mit Lob über­schüt­tet – welt­weit ge­nießt der Wahl-Ham­bur­ger und Pro­fes­sor an der Hoch­schu­le für Mu­sik und Thea­ter Ros­tock An­er­ken­nung, da­bei sind ihm Star-Al­lü­ren fremd.

Das Kam­mer­or­ches­ter des Na­tio­nal­thea­ters Prag mit sei­nen 36 Mu­si­kern ent­stand 1988 auf Initia­ti­ve der lei­ten­den In­stru­men­ta­lis­ten des Opern­or­ches­ters und ist ei­nes der meist­ge­frag­ten En­sem­bles der tsche­chi­schen Re­pu­blik. Den Kern des Orches­ters bil­den bis heu­te vor al­lem die Kon­zert­meis­ter und Lei­ter der In­stru­men­ten­grup­pen aus dem Orches­ter des Na­tio­nal­thea­ters ge­mein­sam mit füh­ren­den In­stru­men­ta­lis­ten aus dem Orches­ter der Staats­oper und dem Orches­ter der Pra­ger Sin­fo­ni­ker.

Di­ri­gent Petr Vronský, ge­bo­ren 1946 in Prag, ist der Ty­pus ei­nes mo­der­nen Ge­gen­warts­künst­lers sei­ner Ge­ne­ra­ti­on, der so­wohl auf dem Kon­zert­po­di­um wie auch in der Welt der Oper be­ach­tens­wer­te Er­fol­ge er­ziel­te. Vronský sam­mel­te schon in jun­gen Jah­ren als Gei­ger Aus­zeich­nun­gen, ehe er 1967 sein Mu­sik­stu­di­um an der Pra­ger Mu­sik­aka­de­mie fort­setz­te, um Di­ri­gent zu werden. Zwi­schen 1971 und 1973 ge­wann er meh­re­re in­ter­na­tio­na­le Wett­be­wer­be und wur­de ers­ter Di­ri­gent der Oper in Pil­sen.

Von der Staat­li­chen Phil­har­mo­nie Br­no (Brünn) wur­de er 1979 en­ga­giert und war dort von 1983 bis 1991 Chef­di­ri­gent. Nach ei­nem En­ga­ge­ment in der Kam­mer­oper Wi­en und Gast­di­ri­ga­ten bei be­deu­ten­den Sym­pho­nie­or­ches­tern welt­weit (un­ter an­de­rem Rund­funk­or­ches­ter Mün­chen, Me­tro­pol Sym­pho­ny Orches­tra To­kyo, Dan­ce Thea­t­re Haag, Tsche­chi­sche Phil­har­mo­nie Prag, Je­ru­sa­lem Sym­pho­ny Orches­tra) ar­bei­tet Petr Vronský re­gel­mä­ßig mit dem Kam­mer- und Sym­pho­nie­or­ches­ter des Na­tio­nal­thea­ters Prag zu­sam­men, seit 2007 als Chef­di­ri­gent. Kar­ten gibt es bei der Ti­cket­box, Te­le­fon 07461 / 91 09 96, au­ßer­dem bei al­len Vor­ver­kaufs­stel­len des Kul­turTi­ckets Schwarz­wal­dBaar-Heu­berg und un­ter

www.tutt­lin­ger-hal­len.de

FO­TO: MAI­KE HELBIG

ECHO Klas­sik Preis­trä­ger Mat­thi­as Kir­sch­ne­r­eit tritt mit dem Kam­mer­or­ches­ter Prag auf.

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