Der Irr­sinn vom Kö­nigs­see

tz - - MÜNCHEN+REGION - RA­MO­NA WEI­SE

auch schon töd­li­che Un­fäl­le ge­ge­ben!“

Die Fa­mi­lie ha­be ge­dacht, das letz­te Schiff fah­re um 17.30 Uhr – und sich da­mit um ei­ne St­un­de ver­tan. Ei­nen Wan­der­weg zu­rück­zu­ge­hen, sei kei­ne Al­ter­na­ti­ve ge­we­sen: „Die Fa­mi­lie wä­re in der Pam­pa ge­lan­det.“Die Münch­ner hät­ten beim Schiff­fahrts­un­ter­neh­men an­ru­fen sol­len, so Kurz: „Die ma­chen in so ei­nem Not­fall ei­ne Son­der­fahrt – und ho­len die Ge­stran­de­ten kos­ten­pflich­tig ab.“

Doch die Fa­mi­lie ent­schied sich, den Steig zu ge­hen. Fast drei St­un­den lang wa­ren sie schon un­ter­wegs und et­wa zwei Ki­lo­me­ter weit ge­kom­men, als sie sich in der Dun­kel­heit nicht mehr wei­ter­trau­ten und per Han­dy ei­nen No­t­ruf ab­setz­ten.

Kurz kam mit ei­nem Ret­tungs­boot an die Stel­le. „Die Fa­mi­lie mach­te mit ei­nem Han­dy­licht auf sich auf­merk­sam“, er­zählt er. Die Ge­stran­de­ten sei­en wahn­sin­nig er­leich­tert über die Ret­tung ge­we­sen – und hät­ten sich sehr bei den Ret­tungs­kräf­ten be­dankt. Be­zah­len wer­den sie den Ein­satz trotz­dem müs­sen. Grund: Es lag kein me­di­zi­ni­scher Not­fall vor, nie­mand war ver­letzt oder akut er­krankt.

Es ist üb­ri­gens nicht die ers­te Ret­tungs­ak­ti­on für die Was­ser­wacht­ler an die­ser Ecke des Sees. Franz Kurz sagt: „Das gab es die letz­ten Jah­re im­mer zwei­bis fünf Mal jähr­lich.“

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