„In­ten­siv, lus­tig, feu­rig, emo­tio­nal“

tz - - MENSCHEN - A. HEINZ / TSCH

Wer ist der Mör­der?“– Die­se Fra­ge be­schäf­tigt die deut­sche Fern­seh­ge­mein­de am Sonn­tag­abend, und das seit fast ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert. Künf­tig sol­len sich die Zu­schau­er nach dem Wil­len von Sat.1 kurz vor dem Wo­chen­an­fang noch ei­ne an­de­re Fra­ge stel­len: „Wer wird die bes­te Stim­me Deutsch­lands?“Denn die neue Staf­fel der Cas­ting­show The Voice of Ger­ma­ny, die heu­te auf ProSie­ben star­tet, läuft zu­sätz­lich am Sonn­tag­abend auf Sat.1 – in di­rek­ter Kon­kur­renz zum ARDQuo­ten­flagg­schiff Tat­ort.

„Ich fin­de es er­fri­schend. Dann gibt es mal ein Al­ter­na­tiv­pro- gramm und es wird sich zei­gen, ob Zu­schau­er ab­wan­dern. Aber der Tat­ort ist na­tür­lich ein le­gen­dä­res For­mat“, sagt Mu­si­ker Andre­as Bou­ra­ni zu der mu­ti­gen Pro­gram­mie­rung. Er sitzt mit Neu­zu­gang Yvon­ne Cat­ter­feld (sie­he In­ter­view rechts), Rück­keh­rer Sa­mu Ha­ber und den Ti­tel­ver­tei­di­gern Smu­do und Mi­chi Beck von den Fan­tas­ti­schen Vier in den ro­ten Coa­chin­gStüh­len. Rund 150 Ta­len­te ha­ben sich für die mitt­ler­wei­le sechs­te Staf­fel des Er­folgs­for­mats be­wor­ben. In die Li­ve­shows schaf­fen es am En­de nur noch zwölf.

Die Ver­ant­wort­li­chen set­zen auch in die­sem Jahr wie­der auf ei­ni­ge Än­de­run­gen, die die Show span­nen­der und dra­ma­ti­scher ma-

Sie ist die Neue im Team: Yvon­ne Cat­ter­feld. Wir spra­chen mit der 36-Jäh­ri­gen, die einst durch die RTL-So­ap Gu­te Zei­ten, schlech­te Zei­ten be­kannt wur­de und in­zwi­schen ei­ne er­folg­rei­che Sän­ge­rin ist.

Frau Cat­ter­feld, Sie sind die ein­zi­ge weib­li­che Ju­ro­rin ne­ben vier Al­pha-Männ­chen – was er­war­tet den Zu­schau­er bei die­ser Kon­stel­la­ti­on?

Yvon­ne Cat­ter­feld: Al­phaMänn­chen trifft’s (lacht). Es wird in­ten­siv, feu­rig, lus­tig, emo­tio­nal.

Ist es für Sie schwer, sich bei „The Voice“ge­gen die an­de­ren durch­zu­set­zen?

Cat­ter­feld: Ich bin schnell in mei­ne Rol­le ge­kom­men und ha­be die Män­ner, glau­be ich, chen sol­len. Die spek­ta­ku­lärs­te Neue­rung sind da­bei die so­ge­nann­ten Hot Seats, die kurz vor den Li­ve­shows zum Ein­satz kom­men. Je­der Coach hat dann noch zwölf Kan­di­da­ten in sei­nem Team, aus de­nen er nur drei in die fi­na­len Sen­dun­gen mit­neh­men kann. Nach je­dem Ge­s­angs­auf­tritt ent­schei­det er, ob der- oder die­je­ni­ge auf ei­nem der drei Stüh­le Platz neh­men darf. Ein an­de­rer muss dann da­für sei­nen Platz räu­men. Wer ganz am En­de noch auf den et­was über­rascht mit mei­nem Kampf­geist. Es gab je­doch auch ein paar Mo­men­te, in de­nen ich kaum zu Wort kam.

Da­bei heißt es doch im­mer, Frau­en re­den so viel ?

Cat­ter­feld: Ich nicht, aber Andre­as Bou­ra­ni und Smu­do re­den da­für um­so mehr ( lacht). Wo­bei man Andre­as zu­gu­te­hal­ten muss, dass er sich wirk­lich sehr gut mit Ge­sang aus­kennt. Er hat oft genau das ge­sagt, was ich mir dach­te.

Sie selbst sind sehr jung be­rühmt ge­wor­den: Hat­ten Sie das Künst­ler­sein im Blut?

Cat­ter­feld: Ich den­ke, ich hat­te de­fi­ni­tiv die Mu­sik im Blut. Mei­ne Stim­me war mei­ner Per­sön­lich­keit aber weit vor­aus. Was ich de­fi­ni­tiv nicht im Blut hat­te, war das „in der Öf­fent­lich­keit ste­hen“. Das er­for­der­te har­tes Trai­ning. Ich muss­te im­mer wie­der ins kal­te Was­ser sprin­gen und mei­ne Ängs­te dies­be­züg­lich über­win­den.

„Die Ta­len­te wer­den mit viel Re­spekt be­han­delt.“

„Hot Seats“sitzt, hat das Ti­cket für die Li­ve­shows ge­löst.

In den ver­gan­ge­nen bei­den Staf­fel konn­ten üb­ri­gens die „fan­tas­ti­schen Zwei“Smu­do und Mi­chi Beck ih­ren Schütz­lin­gen zum Sieg ver­hel­fen – 2015 war es Ja­mie-Lee Krie­witz, die dann Deutsch­land beim Eu­ro­vi­si­on Song Con­test ver­trat – und Letz­te wur­de.

F.: obs

Die Coa­ches der neu­en Staf­fel: Andre­as Bou­ra­ni, Mi­chi Beck, Yvon­ne Cat­ter­feld, Smu­do und Sa­mu Ha­ber (v. li.)

Sie­ge­rin 2015: Ja­mie-Lee Krie­witz

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.