Der un­er­füll­te letz­te Wunsch

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Ho­s­piz wa­ren es 15 Pro­zent, die zum Zeit­punkt des To­des nie­man­den bei sich hat­ten. Zu Hau­se wa­ren es nur 7 Pro­zent.

Vor al­lem Frau­en füh­len sich in der La­ge, je­man­den bis zu des­sen Tod zu pfle­gen. Von den Be­frag­ten in Teil­zeit war es je­de Zwei­te, in Voll­zeit je­de Drit­te. Un­ter­stüt­zung von An­ge­hö­ri­gen, Eh­ren­amt­li­chen und Pro­fes­sio­nel­len ist für vie­le da­bei ein Muss.

Ein wei­te­res Pro­blem: Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te sind teu­er und be­las­ten das So­li­dar­sys­tem. Laut DAK wur­den von et­wa 60 000 ge­stor­be­nen Ver­si­cher­ten, die vor ih­rem Tod pfle­ge­be­dürf­tig wa­ren, 64 Pro­zent kurz vor ih­rem Tod in ei­ner Kli­nik ver­sorgt. Ein sol­cher Auf­ent­halt kos­tet im Schnitt knapp 9000 Eu­ro.

Vie­le Kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen vor dem Tod wä­ren nach Ein­schät­zung von Rebs­cher ver­meid­bar. Das 2015 be­schlos­se­ne Ho­s­piz- und Pal­lia­tiv­ge­setz müs­se drin­gend um­ge­setzt wer­den, um die Ver­sor­gung vor al­lem im häus­li­chen Rah­men zu ver­bes­sern.

Fo­to: dpa

Beim Ster­ben ganz al­lein zu sein, das pas­siert bei ei­ner Be­treu­ung zu Hau­se am sel­tens­ten

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