43 Schüs­se, ein Tor, viel Kri­tik…

tz - - SPORT - FLO­RI­AN WEISS

Don Jack­son war sicht­lich an­ge­fres­sen. „43 Schüs­se und nur ein Tor – das ist zu we­nig“, sag­te der Chef­trai­ner nach dem 2:1-Er­folg sei­nes EHC Red Bull Mün­chen nach Ver­län­ge­rung ge­gen Schwen­nin­gen am Di­ens­tag. „Ich bin ein biss­chen sau­er. Wir ha­ben vie­les gut ge­macht, aber das Wich­tigs­te ist, den Puck ins Netz zu be­för­dern – und das hat heu­te ge­fehlt.“

Der Meis­ter war den Wild Wings über­le­gen, nutz­te aber sei­ne Chan­cen nicht. So kas­sier­te man sechs Mi­nu­ten vor dem En­de den Aus­gleich. Aus­ge­rech­net durch den ExMünch­ner Uli Mau­rer, der nach dem Spiel von den EHCFans ge­fei­ert wur­de. „Ich ha­be ver­sucht, es wäh­rend des Spiels nicht emo­tio­nal auf mich ein­wir­ken zu las­sen“, so Mau­rer. „Aber das ist was ganz Be­son­de­res. Ich glau­be, die­se Eh­re hat nicht je­der Spie­ler.“

So schön der Tref­fer für Mau­rer war, so är­ger­lich war er für die Red Bulls. Das sah auch De­ron Quint so, der den Sieg­tref­fer in der Over­ti­me er­zielt hat­te: „Wir müs­sen die Geg­ner aus dem Spiel neh­men. Wenn du das ers­te Tor machst, musst du das zwei­te und drit­te nach­le­gen. Dar­an müs­sen wir ar­bei­ten.“Das Pro­blem: Die Geg­ner ver­le­gen sich ge­gen den Meis­ter aufs Kon­tern. „Wir ha­ben den Puck die meis­te Zeit, brin­gen un­se­re Män­ner aber nicht zum Tor, weil al­les dicht ist“, so Quint wei­ter. Aber Hoff­nung auf Bes­se­rung be­steht. „Wir ha­ben sechs Cham­pi­ons­Le­ague-Spie­le ab­sol­viert, da ha­ben wir ge­zeigt, dass wir auf ei­nem ho­hen Le­vel mit­hal­ten kön­nen“, weiß Jack­son. Das nächs­te DEL-Spiel ist mor­gen in Kre­feld.

Ei­ne gu­te Nach­richt gab’s für die EHC-Spie­ler Konrad Abelts­hau­ser und Ma­xi­mi­li­an Kast­ner. Bun­des­trai­ner Mar­co Sturm hat sie erst­mals ins DEB-Auf­ge­bot be­ru­fen. Sie dür­fen beim Deutsch­land-Cup in Augs­burg (ab 4. 11.) ran.

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