Demp­sey

Das -In­ter­view

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Fro­he Bot­schaft für al­le, die Patrick Demp­sey als Neu­ro­chir­urg „Dr. McD­rea­my“nach­trau­ern. Es gibt ein Wie­der­se­hen mit dem Traum­mann aus der er­folg­rei­chen TV­Se­rie Grey’s Ana­to­my – ab heu­te im Ki­no. Der Hol­ly­wood-Beau spielt in Bridget Jo­nes’ Ba­by ei­nen – na was schon – Her­zens­bre­cher.

Sie hat­ten nach dem Aus bei „Grey’s Ana­to­my” ei­ne Hol­ly­woo­dPau­se ein­ge­legt.

Patrick Demp­sey: Ich ha­be mich erst ein­mal voll auf mei­ne Renn­fah­rer­kar­rie­re kon­zen­triert und bin beim 24-St­un­den-Ren­nen von Le Mans als Zwei­ter auf dem Po­di­um ge­lan­det. Dar­auf war ich schon ziem­lich stolz. Ich ha­be aus mei­ner gro­ßen Lei­den­schaft ei­ne Er­folgs­ge­schich­te ge­macht.

Was woll­ten Sie als Bub wer­den: Schau­spie­ler oder Renn­fah­rer?

Demp­sey: We­der noch. Ich woll­te Ski­fah­rer wer­den. In­ge­mar Sten­mark und Franz Klam­mer wa­ren mei­ne gro­ßen Ido­le. Dann sah ich ein In­ter­view mit Sten­mark, der er­zähl­te, dass er im Som­mer auf ei­nem Ein­rad trai­niert. Ich ha­be mir eins zu Weih­nach­ten schen­ken las­sen und wur­de so gut dar­auf, dass mich je­der in mei­ner Stadt kann­te. Da ha­be ich ge­merkt, wie ger­ne ich vor an­de­ren ei­ne Show ab­zie­he – der Grund­stein für die Schau­spie­le­rei.

Dank der Sie zum Welt­star wur­den. In „Bridget Jo­nes’ Ba- by“sind Sie der Er­fin­der ei­ner Da­ting-App. Ha­ben Sie so et­was auch schon mal aus­pro­biert?

Demp­sey: Nicht wirk­lich, weil es die noch nicht gab, be­vor ich mei­ne Frau ken­nen­ge­lernt ha­be. Aber ich ha­be ein paar Apps zum Rol­len­stu­di­um ana­ly­siert. Ich bin eher skep­tisch, ob sich die­se Form des mo­der­nen Da­tings auf Dau­er durch­set­zen wird.

Vie­le der Apps ver­su­chen, po­ten­zi­el­le Part­ner zu ver­bin­den, die mög­lichst viel ge­mein­sam ha­ben. Sind es nicht eher Ge­gen­sät­ze, die ei­nen an­zie­hen?

Demp­sey: Ich glau­be, dass Ge­gen­sät­ze das Salz in der Sup­pe sind. Sie zwin­gen dich, aus dei­ner Rou­ti­ne aus­zu­bre­chen und Din­ge für den an­de­ren zu tun, die du sonst nicht tun wür­dest.

Was ma­chen Sie, um Ih­re Frau Jil­li­an nach 17 Jah­ren Ehe zu über­ra­schen?

Demp­sey: Mit Blu­men auf­kreu­zen kommt im­mer gut an (lacht). Ein­fach mal et­was Un­ge­wöhn­li­ches, Über­ra­schen­des tun, was uns aus un­se­rer nor­ma­len Rou­ti­ne her­aus­bringt.

Ein Mann, der weiß, was sei­ne Frau braucht.

Demp­sey: So hab ich das nicht ge­sagt. Als Mann musst du im­mer dar­an den­ken, dass du in sol­chen Sa­chen ein An­fän­ger bist und im­mer noch ler­nen musst. Egal wie lan­ge du in ei­ner Ehe bist. Im letz­ten Jahr ha­be ich viel ge­lernt, was das an­geht. Man darf ein­fach nicht al­les als selbst­ver­ständ­lich an­se­hen, was der Part­ner ei­nem gibt und er­mög­licht. Das ha­ben Sie ge­tan? Demp­sey: Es ist leicht, sich ei­ne Rou­ti­ne an­zu­ge­wöh­nen. Ins­be­son­de­re wenn man ei­ne Kar­rie­re und Kin­der hat. Was ich be­grif­fen ha­be ist, dass man ein­fach mal in­ne­hal­ten und den An­de­ren für sei­ne Leis­tun­gen wirk­lich schät­zen muss.

Sie ha­ben An­fang des Jah­res die Schwel­le zum hal­ben Jahr­hun­dert über­schrit­ten…

Demp­sey: Und ich fin­de es im­mer noch sur­re­al, die 50 hin­ter mei­nem Na­men zu se­hen. Ich füh­le mich bes­ser als je zu­vor. Des­halb bin ich wirk­lich hap­py mit mei­nem Le­ben.

Den­noch geht das Al­tern an kei­nem spur­los vor­rü­ber.

Demp­sey: Glau­ben Sie mir, ich weiß das. Ich ha­be drei Kin­der, die mir mei­ne kör­per­li­chen Män­gel ger­ne vor­hal­ten. Da brau­che ich kei­nen Spie­gel (lacht).

Sie ha­ben im Film ei­nen One-Night Stand mit Fol­gen. Ha­ben Sie so et­was Ähn­li­ches schon mal privat er­lebt?

Demp­sey: Ob ich schon mal ei­nen One-Nigh­tStand hat­te? (lacht) Al­so ich sag mal so, ich muss­te mich noch nie mit solch rie­si­gen Aus­wir­kun­gen wie im Film her­um­schla­gen.

F.: A-way Fo­to: Uni­ver­sal Pictures Fo­to: dpa

Demp­sey fei­er­te die Bridget-Jo­nes-Pre­mie­re mit Ehe­frau Jil­li­an und den Kin­dern Dar­by Ga­len, Tal­lu Fy­fe und Sul­li­van (v.li.) Nach über­wun­de­ner Ehe­kri­se, sei­nem Er­folg im Renn­sport und sei­nem 50. Ge­burts­tag im Ja­nu­ar die­sen Jah­res zieht Patrick Demp­sey im In­ter­view Bi­lanz: „Ich bin wirk­lich hap­py mit mei­nem Le­ben“

F.: afp

Demp­sey 2014 beim Ren­nen in Le Mans

tz-Re­por­ter Dierk Sin­der­mann traf Hol­ly­woods Her­zens­bre­cher

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