Jetzt al­les in But­ter?

tz - - BUNT GEMISCHT - BIBI B., starn­BerG

Wie­so sagt man aus­ge­rech­net, dass al­les in But­ter sei , wenn al­les in Ord­nung ist. Ja, die­se Re­de­wen­dung er­schließt sich erst ein­mal nicht so­fort. Die we­nigs­ten Men­schen wür­den sich heut­zu­ta­ge dar­über freu­en, wenn sie selbst oder ih­re Be­sitz­tü­mer von But­ter über­zo­gen wä­ren. Doch es gab ei­ne Zeit, da war But­ter ein be­gehr­ter und viel­ge­frag­ter Roh­stoff, der ver­schie­de­ne Zwe­cke hat­te. Im Mit­tel­al­ter war das Milch­pro­dukt nicht für je­der­mann er­schwing­lich und so war die But­ter per se schon po­si­ti­ver be­setzt. Die Re­de­wen­dung kommt aber aus ei­nem ganz an- de­ren Be­reich: dem Trans­port. Es war ein be­kann­tes Pro­blem, dass Glä­ser und an­de­re zer­brech­li­che Be­häl­ter re­gel­mä­ßig her­un­ter­fie­len und ka­putt­gin­gen, als sie von Ita­li­en in das Hei­li­ge Rö­mi­sche Reich ge­bracht wur­den. Ein ge­witz­ter Händ­ler kam dann auf die Idee, die kost­ba­re Wa­re durch ei­ne But­ter­schicht zu schüt­zen. Da­für leg­te er die Glä­ser in Fäs­ser und goss hei­ße But­ter dar­über. War die But­ter fest­ge­wor­den, dann fi­xier­te das die Glä­ser si­cher in den Fäs­sern. Auch dann wenn die Fäs­ser von der Kut­sche roll­ten, blieb die Wa­re heil. Al­les war al­so in But­ter.

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