Die Ge­schich­te der Münch­ner Tram­bahn

tz - - MÜNCHEN -

Klaus On­nich (53, Fo­to li.) ist Tram-Pro­fi. Seit 20 Jah­ren ar­bei­tet er bei der MVG und ist Ar­chi­var bei den Freun­den des Münch­ner Tram­bahn­mu­se

ums. Nach den ers­ten Pfer­de­Trams gab es ab 1895 elek­tri­sche Stra­ßen­bah­nen. Lan­ge Zeit fuh­ren die­se über Stre­cken durch die Stadt, die wir uns heu­te nicht mehr vor­stel­len kön­nen, so On­nich. Von 1888 bis 1968 et­wa ging ei­ne Tram mit­ten durch die heu­ti­ge Fuß­gän­ger­zo­ne. Und fuhr durch das Karls­tor zum Ma­ri­en­platz. Die jet­zi­ge Fuß­gän­ger­zo­ne war da­mals ei­ne Haupt­ver­kehrs­stra­ße. „Da fuh­ren auch Au­tos – die Tram stand teil­wei­se im Stau.“Mit 134 Ki­lo­me­tern hat­te die Stra­ßen­bahn 1964 die größ­te Aus­brei­tung. Zum Ver­gleich: Heu­te be­läuft sich das Netz auf 80 Ki­lo­me­ter – hin­zu kom­men 100 Ki­lo­me­ter bei der UBahn. 1965 be­gann die Stadt mit dem UBahn­bau, gleich­zei­tig schrumpf­te das Tram­netz. In den 80er-Jah­ren wur­de so­gar dis­ku­tiert, die Tram ab­zu­schaf­fen. Sie soll­te durch U-Bahn und Bus­se er­setzt wer­den. Doch in Bus­sen ha­ben viel we­ni­ger Pas­sa­gie­re Platz als in Tram­bah­nen, so On­nich. Ge­org Kro­na­wit­ter (†88) mach­te den Ver­bleib der Tram 1984 zum Wahl­kampf-The­ma – und wur­de zum zwei­ten Mal OB. An ei­ne Be­son­der­heit in der Tram-Ge­schich­te er­in­nert sich Klaus On­nich ger­ne: die Dampf­tram. Sie fuhr ab 1883 vom Haupt­bahn­hof zum Volks­gar­ten Nym­phen­burg. Die Stre­cke war zu weit für die Pfer­de­bah­nen …

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