Neu­es Ge­setz für BND

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Nach den Ent­hül­lun­gen über sei­ne um­strit­te­ne Zu­sam­men­ar­beit mit dem US-Ge­heim­dienst NSA gel­ten für den Bun­des­nach­rich­ten­dienst (BND) künf­tig prä­zi­se­re Re­geln beim Aus­spä­hen von Zie­len im Aus­land. Nach Auf­fas­sung der Gro­ßen Ko­ali­ti­on schafft das am Frei­tag ver­ab­schie­de­te Ge­setz Rechts­si­cher­heit bei der Über­wa­chung des Da­ten­ver­kehrs durch den BND. Die Op­po­si­ti­on sprach da­ge­gen von an­lass­lo­ser Mas­sen­über­wa­chung. Der Bun­des­tag re­for­mier­te zu­dem die par­la­men­ta­ri­sche Ge­heim­dienst­kon­trol­le.

Das neue Ge­setz ver­bie­tet dem BND nun aus­drück­lich Wirt­schafts­spio­na­ge, eben­so das ge­ziel­te Aus­spä­hen be­freun­de­ter Staats­und Re­gie­rungs­chefs. Kon­trol­liert wer­den soll die stra­te­gi­sche Fern­mel­de­auf­klä­rung von Aus­län­dern im Aus­land durch den BND künf­tig von ei­nem Gre­mi­um aus zwei Bun­des­rich­tern und ei­nem Bun­des­an­walt. Die Er­fas­sung von Da­ten deut­scher Staats­bür­ger durch den BND ist grund­sätz­lich un­zu­läs­sig. Al­ler­dings kann nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass dem Ge­heim­dienst bei sei­ner Über­wa­chung auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Deut­schen ins Netz geht.

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