Münch­ner Kindl um je­den Preis

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Es war die Zeit nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Vie­le Münch­ner wa­ren eva­ku­iert, so auch die El­tern von Erich San­ders, der da­mals noch im Bauch der Ma­ma war. Sie wa­ren in der Nä­he von Bran­nen­burg un­ter­ge­kom­men. „Mei­ne Mut­ter – ei­ne ech­te Münch­ne­rin – woll­te je­doch, dass ihr Bua ein wasch­ech­tes Münch­ner Kindl wird“, schreibt er. Al­so mach­te sie sich zwei Ta­ge vor dem er­rech­ne­ten Ter­min von dem Berg­bau­ern­hof un­term Wen­del­stein, in dem sie wohn­ten, auf den be­schwer­li­chen Weg zu Fuß nach Bran­nen­burg, fuhr dann mit dem Zug nach Ro­sen­heim und von dort wei­ter nach Mün­chen. Sie schaff­te es noch recht­zei­tig vor der Ge­burt: „Am 23. März 1946 er­blick­te ich dann als Münch­ner Kindl das Licht der Welt in der Frau­en­kli­nik in der Mai­stra­ße.“

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