Das Ziel ist mehr Le­bens­qua­li­tät

tz - - REPORT - Ire­na Güt­tel

War­um für ein bes­se­res Ver­ste­hen hoch­ent­wi­ckel­te Hör­ge­rä­te und ein ge­eig­ne­tes Ge­hör­trai­ning kom­bi­niert wer­den kann.

Das Ehe­paar Mül­ler sitzt mit ih­rer En­ke­lin Lisa am sonn­täg­li­chen Früh­stücks­tisch. Ge­koch­te Eier buh­len mit Kä­se- und Wurst­schei­ben um die Gunst der An­we­sen­den. Lisa fragt ih­ren Opa: „Gibst du mir bit­te das Salz?“Aber Herr Mül­ler bleibt re­gungs­los und schaut sie nur lä­chelnd an, denn er ist sich nicht si­cher, ob er sei­ne En­ke­lin rich­tig ver­stan­den hat. Und be­vor er jetzt et­was Fal­sches tut, tut er lie­ber gar nichts.

Fa­mi­lie Mül­ler ist frei er­fun­den. Doch lei­der ist die ge­schil­der­te Si­tua­ti­on und die­se Ein­schrän­kung an Le­bens­qua­li­tät für vie­le Schwer­hö­ri­ge und ih­re An­ge­hö­ri­gen All­tag. In der Re­gel ha­ben zu die­sem Zeit­punkt bei­de An­tei­le des Ge­hörs Scha­den ge­nom­men: die Oh­ren, die den Schall über tau­sen­de klei­ner Haar­zel­len auf­neh­men, und das Ge­hirn, das ihn ver­ar­bei­tet.

Das ge­sun­de Ge­hör lässt nur ein Drit­tel al­ler Hör­si­gna­le in un­ser Be­wusst­sein, da­mit wir uns auf die we­sent­li­chen Tö­ne kon­zen­trie­ren kön­nen. Die­se na­tür­li­chen Hör­fil­ter un­ter­drü­cken un­wich­ti­ge Ne­ben­ge­räu­sche, wie das Ti­cken ei­ner Uhr oder ra­scheln­de Klei­dung. Lässt das Ge­hör nach, er­rei­chen im­mer we­ni­ger Hör­si­gna­le das Ge­hirn. Dar­auf­hin bil­den sich die Hör­fil­ter zu­rück und las­sen mehr In­for­ma­tio­nen durch.

Nie si­cher zu wis­sen, was der Ge­gen­über ge­sagt hat, ist au­ßer­dem sehr ver­un­si­chernd. Aus Angst vor un­an­ge­neh­men Ge­sprächs­si­tua­tio­nen zie­hen sich vie­le Schwer­hö­ri­ge da­her zu­rück. „Ei­ne ein­fa­che Un­ter­hal­tung in der Grup­pe wird un­glaub­lich an­stren­gend, manch­mal so­gar un­mög­lich“, weiß El­len Schwai­gho­fer, Hör­ge­rä­teakus­tik­meis­te­rin im ter­zo-Zen­trum.

Hör­ge­rä­te kön­nen ei­nen Hör­ver­lust aus­glei­chen, der durch ei­ne blei­ben­de Schä­di­gung des Hör­or­gans ent­stan­den ist. Mit der neu­es­ten und hoch­wer­tigs­ten Tech­nik von Hör­sys­te­men er­rei­chen Tö­ne und Lau­te zwar wie­der ver­stärkt das Ge­hirn – al­ler­dings zu­nächst ohne funk­tio­nie­ren­de na­tür­li­che Hör­fil­ter.

Des­halb klin­gen plötz­lich al­le Ge­räu­sche lau­ter – das Blät­tern der Zei­tung ge­nau­so wie klap­pern­des Ge­schirr. Dem Ge­hirn ge­lingt es nicht, zwi­schen wich­ti­gen und un­wich­ti­gen Hör­si­gna­len zu un­ter­schei­den. Be­trof­fe­ne emp­fin­den die Ge­räusch­wucht oft als äu­ßerst un­an­ge­nehm und stres­sig, so­dass teu­re Ge­rä­te meist un­ge­nutzt in der Schub­la­de lan­den.

Um dies zu ver­hin­dern und flüs­si­ge Un­ter­hal­tun­gen in ge­sel­li­gen Run­den wie­der mög­lich zu ma­chen, emp­feh­len Ex­per­ten ein Ge­hör­auf­bau-Trai­ning wie die ei­gens ent­wi­ckel­te ter­zo®Ge­hör­the­ra­pie. Da­bei kön­nen die na­tür­li­chen Hör­fil­ter zu Hau­se ge­zielt wie­der auf­ge­baut wer­den – mit ge­lie­he­nen Trai­nings­hör­ge­rä­ten, ei­nem CD-Play­er zum Ab­spie­len der Hör­übun­gen und ei­nem Trai­nings­hand­buch. Durch die­sen the­ra­peu­ti­schen Ge­hör­auf­bau kön­nen die Kun­den mit­hel­fen, ih­re Le­bens­qua­li­tät selbst wie­der zu stei­gern. Und das meist schon in­ner­halb von zwei Wo­chen.

30.000 Be­trof­fe­ne konn­ten be­reit s verl o - ren ge­glaub­te Le­bens­en­er­gie und -qua­li­tät zu­rück­ge­win­nen – und ge­nau das ist das Ziel der ter­zo® Ge­hör­the­ra­pie. „Je frü­her ei­ne Schwer­hö­rig­keit er­kannt wird, um­so wirk­sa­mer lässt sich ab- neh­men­des Sprach­ver­ste­hen ver­hin­dern“, be­tont Prof. Mar­lies Knip­per vom Hör­for­schungs­zen­trum der Uni­ver­si­tät Tü­bin­gen. Der Hör­test und die Erst­be­ra­tung der ter­zo®Ge­hör­the­ra­pie wer­den in je­dem ter­zo-Zen­trum in Mün­chen und Um­ge­bung kos­ten­los an­ge­bo­ten.

Al­le ter­zo-Zen­tren fin­den In­ter­es­sen­ten un­ter www.ter­zo-zen­trum.de

Wer wie­der gut hö­ren kann, nimmt ganz selbst­ver­ständ­lich wie­der bes­ser am Le­ben teil.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.