Rum­me­nig­ge auf Kon­fron­ta­ti­ons­kurs

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Je län­ger über die durch­aus um­strit­te­ne Re­form der Cham­pi­ons Le­ague dis­ku­tiert wird, um­so rau­er wird der Ton. Nach­dem der kon­ti­nen­ta­le Li­ga­ver­band EPFL die Ter­min­schutz-Ver­ein­ba­rung mit der UE­FA am ver­gan­ge­nen Frei­tag auf­ge­kün­digt hat­te, gab Karl-Heinz Rum­me­nig­ge am Sams­tag zu ver­ste­hen, was er da­von hält. „Die EPFL in­ter­es­siert mich nicht“, so der FCB-Vor­stands­boss in sei­ner Rol­le als Vor­sit­zen­der der eu­ro­päi­schen Klub­ver­ei­ni­gung ECA. Rumms.

Hin­ter­grund: Rum­me­nig­ge galt als trei­ben­de Kraft bei den Plä­nen der gro­ßen Ver­ei­ne, sich von der Cham­pi­ons Le­ague zu tren­nen und ab 2018 un­ter sich ei­ne pri­va­te Li­ga zu grün­den, was die UE­FA ak­tu­ell zu Re­for­men der Kö­nigs­klas­se zwingt. Ab 2018 sol­len bei­spiels­wei­se 16 an­stel­le der ak­tu­el­len elf Start­plät­ze an Ver­ei­ne aus den vier Spit­zen­na­tio­nen ge­hen, zu­dem sol­len auch die Teil­neh­mer an der Cham­pi­ons Le­ague den Lö­wen­an­teil aus den 3,3 Mil­li­ar­den Eu­ro an Preis­gel­dern er­hal­ten. Die EPFL, die für ih­re klei­nen Ver­ei­ne dar­in ei­nen Nach­teil sieht, will mit der Aus­nah­me Ita­li­ens ab Früh­jahr die Cham­pi­ons-Le­ague-Ter­mi­ne nicht mehr schüt­zen und par­al­lel wo­mög­lich Li­ga­spie­le an­set­zen.

„Das muss man ernst neh­men“, mein­te Glad­bachs Sport­di­rek­tor Max Eberl. „Ich fin­de es trau­rig, wenn wir an­fan­gen, Cham­pi­ons Le­ague ne­ben na­tio­na­len Li­gen lau­fen zu las­sen, dann lau­fen wir in die ganz fa­sche Rich­tung.“

Foto: dpa

Strikt: Karl-Heinz Rum­me­nig­ge

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