Cit­leid mit dem BVB

Hum­mels kann „Zu­nei­gung nicht leug­nen“

tz - - SPORT - LOP, BOK

cats Hum­mels macht kei­nen Hehl dar­aus, was er von sei­ner neu­en al­ten Hei­mat hält. Nach dem 2:0 ge­gen Glad­bach stand der Ver­tei­di­ger in di­ckem Woll­schal, Mün­chen-Kap­pe und Bay­ern-Kluft vor den Jour­na­lis­ten, ein klei­ner Teil sei­nes Her­zens schlägt aber schein­bar nach wie vor schwarz­gelb. Und das will der 27-Jäh­ri­ge, ehr­lich wie er ist, auch nicht ver­ber­gen. „Ich weiß im­mer nicht, ich gu­cke die­se Spie­le im­mer mit zwei Her­zen“, so Hum­mels über die Par­ti­en sei­ner al­ten Dort­mun­der Lie­be. „Klar, ei­ner­seits Kon­kur­renz, aber an­de­rer­seits kann ich ei­ne ge­wis­se Zu­nei­gung für gro­ße Tei­le der Mann­schaft auch wei­ter­hin nicht leug­nen. Ich den­ke, dass Dort­mund wei­ter­hin Ver­fol­ger Num­mer eins sein soll­te.

ktu­ell ist der BVB aber nur Ver­fol­ger Num­mer fünf. Drei Li­ga­spie­le in Fol­ge hat die Trup­pe von Tho­mas Tu­chel nun schon nicht ge­won­nen, letz­ter Akt der Ne­ga­tiv- se­rie war nun am Sams­tag das 3:3 in In­gol­stadt, wo die Bo­rus­sia zur Pau­se noch 0:2 hin­ten lag. Täu­schen las­sen vom Form­tief, das Hum­mels be­son­ders auf „das Pech mit den Ver­let­zun­gen“zu­rück­führt, will man sich beim Re­kord­meis­ter aber nicht. Tho­mas Mül­ler: „Auf Dort­mund ha­ben wir si­cher ein Pols­ter auf­ge­baut. Die ha­ben jetzt zwei­mal Un­ent­schie­den ge­spielt. Letzt­end­lich konn­ten wir das auch mal nut­zen und selbst ge­win­nen, auf lan­ge Sicht se­he ich sie aber als Haupt­kon­kur­ren­ten. Aber wir müs­sen auch un­se­re un­mit­tel­ba­ren Ta­bel­len­nach­barn im Au­ge be­hal­ten.“Sprich: Her­tha, Köln, Hof­fen­heim und RB

Leip­zig.

Ob die­se Klubs lang­fris­tig dort an­zu­sie­deln sind, hängt na­tür­lich auch vom BVB ab und ob die Tu­chel-Trup­pe wie­der zu­rück in die Spur fin­det. In den Au­gen des Trai­ners der Bo­rus­sia hat der Durch­hän­ger auch mit den zahl­rei­chen ver­letz­ten Spie­lern zu tun, prin­zi­pi­ell sei­en der­ar­ti­ge Kri­sen aber nor­mal bei ei­ner Mann­schaft, die im Som­mer erst drei Leis­tungs­trä­ger zie­hen las­sen muss­te und im Kern zwar aus jun­gen, aber eben nicht ge­ra­de er­fah­re­nen Ki­ckern wie Ju­li­an Weigl, Ous­ma­ne Dem­be­le oder Mat­thi­as Gin­ter be­steht. „Das ist nicht nur ei­ne kör­per­li­che Fra­ge, son­dern ei­ne geis­ti­ge und men­ta­le“, mein­te Tu­chel und füg­te mit Blick auf die zahl­rei­chen Ta­len­te beim BVB an: „Gras wächst nicht schnel­ler, wenn man dar­an zieht.“

Hin­zu kommt, dass die Dop­pel­be­las­tung durch Bun­des­li­ga und Cham­pi­ons Le­ague an die Sub­stanz geht und die Mann­schaft ak­tu­ell of­fen­bar noch nicht da­mit um­ge­hen kann. „Das zehrt“, so Gin­ter, kei­ne vier Ta­ge nach dem 2:1-Sieg in der Kö­nigs­klas­se bei Sporting Lis­s­a­bon. Dass Re­al Madrid auch noch an Tu­chel in­ter­es­siert sein soll. wie BVB-Boss Han­sJoa­chim Watz­ke im ZDF be­stä­tig­te, dürf­te eben­falls nicht zur Ent­span­nung der La­ge in Dort­mund bei­tra­gen. Sieht wohl so aus, als müs­se Mats Hum­mels wei­ter Mit­leid ha­ben…

Ge­f­rus­tet: BVB-Trai­ner Tho­mas Tu­chel mag nicht hin­se­hen

Fotos: dma (2), MiS

Ge­knick­te Dort­mun­der: Pisz­c­zek, Cas­tro und Gin­ter in In­gol­stadt

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