Drit­ter! Fe­lix fällt aus dem Rah­men

So schnell war Neu­reu­ther noch nie in Sölden – Sie­ge für Pin­tur­ault und Gut

tz - - SPORT -

Fe­lix Neu­reu­ther fällt gern mal aus dem Rah­men – so wie ges­tern: Da über­rasch­te er sich so­gar selbst, fei­er­te mit Platz drei im Rie­sen­sla­lom von Sölden sei­nen bes­ten Sai­son­start über­haupt und hör­te da­nach mit Ge­nuss, wie DSV-Al­pin­di­rek­tor Wolf­gang Mai­er den Hut zog: „Der Fe­lix ist ein bru­ta­les Renn­pferd, er hat ein un­glaub­li­ches Ge­fühl. Das war ham­mer­mä­ßig, sport­lich hoch­in­tel­li­gent.“Und er selbst lach­te sich eins: „Das kommt schon ein biss­chen über­ra­schend.“Denn er wuss­te nach sei­ner 41. Fahrt aufs Sto­ckerl, dass er noch nicht mal feh­ler­frei un­ter­wegs ge­we­sen war. Bei schwie­ri­gen, weil wech­sel­haf­ten Licht­ver­hält­nis­sen fehl­ten Neu­reu­ther 1,37 Se­kun­den auf Ta­ges­sie­ger Al­exis Pin­tur­ault aus Frank­reich, Zwei­ter wur­de Ge­samt­welt­cup­sie­ger Mar­cel Hir­scher (Ös­ter­reich/0,70). „Ein Auf­takt mit Po­di­um – das ist ein Traum für uns“, sag­te Mai­er, der auch ei­ne „sehr or­dent­li­che Team­leis­tung“sah: „Un­se­re Jungs ha­ben gei­len Sport ge­zeigt.“Zweit­bes­ter Deut­scher in Ös­ter­reich war über­ra­schend Be­ne­dikt Stau­bit­zer (Mit­ten­wald), der sich mit der zweit­bes­ten Lauf­zeit nach Pin­tur­ault im Fi­na­le von Rang 29 auf Platz zwölf vor­kämpf­te. „Das ist ein gei­les Ge­fühl“, sag­te er. Für Stau­bit­zer war es das zweit­bes­te Welt­cup-Er­geb­nis – und das, ob­wohl er sich we­gen Rü­cken­pro­ble­men erst am Mor­gen zu ei­nem Start durch­ge­run­gen hat­te. Ste­fan Luitz (Bols­ter­lang) stürz­te da­ge­gen von Rang fünf auf Rang 19 ab, Fritz Dop­fer (Gar­misch) von 19 auf 27. „Ich bin zu­rück­ge­fal­len in al­te Mus­ter, scha­de, aber es ist Gott sei Dank erst das ers­te Ren­nen“, sag­te Dop­fer.

Bei den Frau­en hat­te sich tags zu­vor Ge­samt­welt­cup-Sie­ge­rin La­ra Gut un­er­war­tet sou­ve­rän durch­ge­setzt. Die Schwei­ze­rin dis­tan­zier­te Sla­lom-Olym­pia­sie­ge­rin Mi­kae­la Shif­frin (USA) bei ih­rem 19. Welt- cup-Sieg um 1,44 Se­kun­den, Drit­te wur­de Mar­ta Bas­si­no aus Ita­li­en (+1,93). Le­na Dürr (Ger­me­ring) fuhr auf Rang 21 und war da­mit „fürs Ers­te zu­frie­den. Es geht aber de­fi­ni­tiv noch mehr“. Al­pin­di­rek­tor Mai­er sag­te: „Es gibt nichts zum Ju­beln, aber in un­se­rer Si­tua­ti­on ist das ein Er­geb­nis, das man ste­hen las­sen kann.“Olym­pia­sie­ge­rin Vik­to­ria Re­bens­burg aus Kreuth hat­te den Auf­takt nach ih­rem Schien­bein­kopf­bruch im rech­ten Knie ver­passt.

Voll kon­zen­triert: Fe­lix Neu­reu­ther in Sölden

Fotos: afp, dpa

Sport­li­che Schwer­ge­wich­te auf dem Sto­ckerl: Mar­cel Hir­scher, Al­exis Pin­tur­ault und Fe­lix Neu­reu­ther (von links)

La­ra Gut (Schweiz) freut sich über den Sieg

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.