No­vem­ber 2016

tz - - POLITIK -

ges­tern Abend klang der am Wo­che­n­en­de auch von ihm ein­ge­lei­te­te Neu­be­ginn noch nicht so rich­tig lei­den­schaft­lich: „Wir ha­ben die letz­ten Wo­chen ge­nutzt, um uns in der Sa­che re­gel­recht zu­sam­men­zu­ar­bei­ten“, so der CSU-Chef. Aber im­mer noch sei nicht end­gül­tig ent­schie­den, ob An­ge­la Mer­kel zum CSU-Par­tei­tag am 4. No­vem­ber ein­ge­la­den wer­de: „Auf die Par­tei­ta­ge zu ge­hen, um Kon­tro­ver­sen aus­zu­tra­gen, das wol­len wir bei­de nicht.“Im Kl­ar­text: See­ho­fer lässt Mer­kel wei­ter zap­peln…

See­ho­fer lob­te zwar, dass Mer­kel ih­re Flücht­lings­po­li­tik „re­al“ver­än­dert ha­be. Aber „oh­ne den Druck aus Bay­ern hät­te es die­sen Kurs­wech­sel nicht ge­ge­ben“. Zur Fra­ge, ob er in­zwi­schen von sei­ner For­de­rung nach ei­ner Ober­gren­ze ab­ge­rückt sei, ant­wor­te­te See­ho­fer knapp: „Nein.“Aber gleich­zei­tig er­klär­te der CSU-Chef „al­les, was wir woll­ten“er­reicht zu ha­ben: Die Flücht­lings­zah­len sei­en zu­rück­ge­gan­gen. Und Mer­kel ha­be ver­spro­chen, dass sich das letz­te Jahr nicht wie­der­ho­len dür­fe.

See­ho­fer räum­te ein, dass der Vor­wurf aus Kir­chen­krei­sen, CSU-Po­li­ti­ker, aber auch er selbst hät­ten bei der Wort­wahl in der Flücht­lings­kri­se über­zo­gen, ge­recht­fer­tigt sei: Es sei­en „un­an­ge­mes­sen zu­ge­spitz­te Sät­ze ge­fal­len“. Auch er selbst ha­be manch­mal For­mu­lie­run­gen im Flücht­lings­streit ver­wen­det, bei de­nen er am Tag da­nach ge­dacht ha­be: „Pia­no wä­re bes­ser ge­we­sen …“

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