Le­bens­lang für die Hor­ror-Heb­am­me?

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Sie­ben Frau­en. Sie­ben Le­ben. Und die ban­ge Fra­ge: Woll­te Re­gi­na K. (35) sie al­le mit Blut­ver­dün­ner tö­ten? Die Staats­an­walt­schaft glaubt: Ja, aus nie­de­ren Be­weg­grün­den. Und for­der­te nun le­bens­lan­ge Haft für die Hor­ror-Heb­am­me. Ges­tern lie­fen die Plä­doy­ers in dem Straf­pro­zess, der seit En­de Ja­nu­ar an­dau­ert. Re­gi­na K. wird ver­such­ter Mord und Kör­per­ver­let­zung vor­ge­wor­fen. Denn die sie­ben Frau­en, de­nen sie oh­ne de­ren Ein­ver­ständ­nis He­pa­rin ver­ab­reicht ha­ben soll, sind dar­an fast ge­stor­ben – un­ter an­de­rem im Kli­ni­kum Groß­ha­dern. Auf der An­kla­ge­bank schwieg sich Re­gi­na K. zu den Vor­wür­fen aus. Der Staats­an­walt be­an­trag­te nun auch, die be­son­de­re Schwe­re der Schuld fest­zu­stel­len und ein le­bens­lan­ges Be­rufs­ver­bot aus­zu­spre­chen. Die Ne­ben­kla­ge­ver­tre­ter schlos­sen sich den An­trä­gen der Staats­an­walt­schaft an und wie­sen auf die schwe­ren kör­per­li­chen und see­li­schen Fol­gen für die Ge­schä­dig­ten hin. Die Ver­tei­di­ger hin­ge­gen be­an­trag­ten, Re­gi­na K. frei­zu­spre­chen: Die vor­ge­leg­ten Be­wei­se reich­ten nicht aus, ihr auch nur ei­ne ein­zi­ge Tat nach­zu­wei­sen. Zu­dem ha­be sich im Pro­zess kein Mo­tiv er­ge­ben. Das Ur­teil folgt Frei­tag.

Fo­to: Jantz

Re­gi­na K. (35) vor Ge­richt

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