Witt­mann: Er­folg macht Spaß…

tz - - SPORT - IN­TER­VIEW: BERND BRUDERMANNS

Der Rit­ter­schlag kam von höchs­ter Stel­le. „Er hat ei­gent­lich kei­ne Schwä­chen. Auf die ei­ne Run­de im Qua­li­fy­ing ist Mar­co ex­trem schnell, gleich­zei­tig kann er sich ein Ren­nen per­fekt ein­tei­len und sehr in­tel­li­gent fah­ren. Die­se Mi­schung aus ro­hem Speed und Köpf­chen ist der Stoff, aus dem Cham­pi­ons ge­macht sind.“Das sag­te BMW-Mo­tor­sport­di­rek­tor Jens Mar­quardt über Mar­co Witt­mann. Am vor­ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de wur­de der 26-Jäh­ri­ge aus Fürth in Ho­cken­heim zum zwei­ten Mal DTM-Cham­pi­on und da­mit jüngs­ter Zwei­fach­sie­ger die­ser Se­rie. Witt­mann, so Mar­quardt, ha­be „die Mess­lat­te für al­le an­de­ren Fah­rer in der DTM sehr hoch ge­legt“und sei schon jetzt „ei­ner der Größ­ten“in der His­to­rie der Se­rie. Die tz sprach mit dem BMW-Pi­lo­ten.

Herr Witt­mann, ha­ben Sie nach Ih­rem zwei­ten Ti­tel­ge­winn ein biss­chen Ge­le­gen­heit zum Fei­ern ge­habt oder geht es von Ter­min zu Ter­min?

Mar­co Witt­mann: Wir ha­ben ja schon am Renn­sonn­tag in Ho­cken­heim bei BMW or­dent­lich ge­fei­ert. Na­tür­lich ha­be ich der­zeit vie­le Ter­mi­ne, vor al­lem in Sa­chen PR. Aber das ist doch schö­ner Stress. Sol­che Ver­an­stal­tun­gen wie am Frei­tag mit den BMW-Mit­ar­bei­tern ma­chen rich­tig Spaß.

Wie füh­len sich die bei­den DTM-Ti­tel im Ver­gleich an?

Witt­mann: Der ers­te Ti­tel war na­tür­lich emo­tio­na­ler. Aber es war schön, die­sen Er­folg zu be­stä­ti­gen. Das zeigt, dass es kei­ne Ein­tags­flie­ge war. Und jüngs­ter Dop­pel­cham­pi­on der DTMGe­schich­te zu sein, ist ei­ne schö­ne Sa­che.

Was macht ein Cham­pi­on, wenn sei­ne Renn­se­rie Win­ter­pau­se hat?

Witt­mann: Nach dem ers­ten Ti­tel­ge­winn war ich non­stop un­ter­wegs, das wird auch die­ses Mal bis Weih­nach­ten sehr in­ten­siv wer­den. Hin­zu kommt, dass es 2017 ein neu­es Re­gle­ment in der DTM ge­ben wird. Das be­deu­tet, dass es in die­sem Win­ter mehr Test­ta­ge ge­ben wird.

In­wie­weit sind Sie in die Ent­wick­lungs­pro­zes­se ein­ge­bun­den?

Witt­mann: Wir Fah­rer müs­sen bei den Tests den In­ge­nieu­ren Feed­back ge­ben, um das neue Au­to vor­an­zu­brin­gen und das vol­le Po­ten­zi­al aus­zu­schöp­fen.

Fe­li­pe Mas­sa ist bei Mer­ce­des als DTMPi­lot im Ge­spräch. PR- Gag oder Be­rei­che­rung für die Se­rie?

Witt­mann: Es wür­de der DTM nicht scha­den, son­dern mehr Fans an­lo­cken. Aber er wür­de sich in der für ihn neu­en Se­rie zu Be­ginn schwer­tun, so wie vie­le an­de­re ehe­ma­li­ge For­mel 1-Pi­lo­ten vor ihm.

Kön­nen Sie ei­nen Aus­blick auf die Sai­son 2017 wa­gen?

Witt­mann: Da­für ist es ei­gent­lich zu früh, denn die Kar­ten wer­den neu ge­mischt, und man muss ab­war­ten, wie sich die drei Her­stel­ler auf­stel­len. Mein Ziel ist es na­tür­lich, den Ti­tel zu ver­tei­di­gen.

Ha­ben Sie für sich ei­gent­lich ei­nen Kar­rie­re­plan mit Zie­len, die sie im Mo­tor­sport noch er­rei­chen wol­len?

Witt­mann: So ei­nen Kar­rie­re­plan hat man doch eher im Nach­wuchs­be­reich, wenn man nach oben kom­men will. Ich füh­le mich wohl in der DTM und kann mir der­zeit kei­ne an­de­re Se­rie vor­stel­len. Au­ßer­dem: Er­folg macht Spaß…

Witt­mann, zum zwei­ten Mal DTM-Champ

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