Es klemmt nicht nur in der Mit­te

tz - - MÜNCHEN+REGION - WE.

Die zwei­te Stamm­stre­cke soll den Ver­kehr ent­las­ten. In den Haupt­ver­kehrs­zei­ten sind bis­her zwi­schen Don­ners­ber­ger­brü­cke und Ost­bahn­hof je Rich­tung pro St­un­de 30 Zü­ge in ei­nem Ab­stand von je zwei Mi­nu­ten un­ter­wegs. Das Ein- und Aus­stei­gen soll 24 bis 42 Se­kun­den dau­ern. Doch das klappt oft nicht. Da in je­de Rich­tung nur ein Gleis vor­han­den ist, kön­nen sich die Zü­ge auch nicht über­ho­len.

Vie­le S-Bah­nen fah­ren oft ver­spä­tet in die Bahn­hö­fe ein. Und an den Au­ße­näs­ten gibt es vie­le Ab­schnit­te, in de- nen sich die S-Bah­nen die Glei­se mit dem Gü­ter­ver­kehr oder dem üb­ri­gen Nah- oder Fern­ver­kehr tei­len. So fah­ren bei­spiels­wei­se auf der S1-Tras­se Rich­tung Frei­sing auch die Zü­ge nach Re­gens­burg und Pas­sau so­wie der Gü­ter­ver­kehr. Auf der S4 Rich­tung Gel­ten­dorf ver­keh­ren zu­sätz­lich die Eu­ro­ci­tys nach Zü­rich.

Die Fol­ge: S-Bah­nen müs­sen an­de­re Zü­ge vor­bei­fah­ren las­sen und au­ßer­plan­mä­ßig an ei­nem Bahn­hof oder Si­gnal war­ten.

Wo es kei­nen Misch­ver­kehr gibt, sind in den äu­ße­ren Be­rei­chen die S-Bahn-Stre­cken mit Aus­nah­me der Flug­ha­fen­stre­cke einglei­sig. Zü­ge kön­nen sich nicht be­geg­nen, Ver­spä­tun­gen schau­keln sich da schnell wei­ter hoch.

Um die Eng­päs­se zu be­sei­ti­gen, hat die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung 2012 ein So­fort­pro­gramm zur Ver­bes­se­rung der S-Bahn-Schie­nen­in­fra­struk­tur be­schlos­sen. Fahr­zei­ten­ver­kür­zen­de Pro­jek­te wie der zwei­glei­si­ge Aus­bau der S8 zwi­schen St­ei­ne­bach und See­fel­dHe­chen­dorf oder der S2 zwi­schen St. Ko­lo­man und Auf­hau­sen sind im War­te­stand.

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