Schon 116 Tä­ter fest­ge­nom­men

tz - - POLITIK - JO­HAN­NES HEININGER

Wenn die Ta­ge kür­zer wer­den und die Nacht früh her­ein­bricht, schlägt die St­un­de der Ein­bre­cher! Im Schutz der Dun­kel­heit kna­cken sie Fens­ter und Ter­ras­sen­tü­ren, durch­wüh­len Woh­nun­gen auf der Su­che nach Geld, Schmuck und teu­ren Ge­rä­ten. Die Münch­ner Po­li­zei prä­sen­tier­te ges­tern die neu­es­ten Zah­len. Es wird wie­der mehr ein­ge­bro­chen.

Zwar gilt Mün­chen nach wie vor als ei­ne der si­chers­ten Mil­lio­nen­städ­te Deutsch­lands. Trotz­dem wur­de von Ja­nu­ar bis En­de Ok­to­ber die­ses Jah­res in Stadt und Land­kreis ins­ge­samt 965 Mal in Woh­nun­gen und Häu­ser ein­ge­bro­chen. Das sind im­mer­hin 28 De­lik­te mehr als im Ver­gleichs­zeit­raum 2015. Ge­samt­scha­den: 4,5 Mil­lio­nen Eu­ro! Po­li­zei­vi­ze­prä­si­dent Wer­ner Fei­ler: „Je­der Fall ist ei­ner zu viel. Aber für die Ver­hin­de­rung und Auf­klä­rung sind wir vor al­lem auf Hin­wei­se aus der Be­völ­ke­rung an­ge­wie­sen.“

Jetzt schla­gen die Tä­ter be­son­ders oft zu. Zwi­schen 17 Uhr und 22 Uhr ist die Wahr­schein­lich­keit am größ­ten. Es ist be­reits dun­kel, vie­le sit­zen da aber noch im Bü­ro oder sind auf dem Heim­weg. Ein­bre­cher nut­zen die An­ony­mi­tät der Groß­stadt, spä­hen Häu­ser oft ta­ge­lang aus und schla­gen dann zu. Bei knapp der Hälf­te al­ler Fäl­le bleibt es beim Ein­bruchs­ver­such. In die­sem Jahr hat die Po­li­zei be­reits 116 Tat­ver­däch­ti­ge fest­ge­nom­men. 66 da­von konn­ten er­mit­telt wer­den, weil aus der Be­völ­ke­rung wich­ti­ge Hin­wei­se ka­men. Fei­ler: „Hel­fen Sie uns, da­mit wir Ih­nen hel­fen kön­nen.“

Um Ein­bre­chern das Le­ben schwer zu ma­chen, ar­bei­tet die Po­li­zei mit der Pro­gno­se­soft­ware Pre­cops. Das Pro­gramm sagt mit Da­ten aus ver­gan­ge­nen Ein­brü­chen vor­aus, wo die Wahr­schein­lich­keit für Fol­ge­ta­ten am größ­ten ist. Hin­zu kommt die akri­bi­sche Ar­beit der Er­mitt­ler, die je­den Ein­bruch bis ins De­tail auf Spu­ren un­ter­su­chen.

Und die Po­li­zei ver­zeich­net Er­fol­ge. Ei­ner Grup­pe Chi­le­nen konn­te 2015 ei­ne Se­rie von min­des­tens 23 Ein­brü­chen in Mün­chen nach­ge­wie­sen wer­den.

Po­li­zei-Vi­ze Wer­ner Fei­ler

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