17-Jäh­ri­ger kommt mit Waf­fe in Schu­le

tz - - MÜNCHEN+REGION - MC

Es sind quä­len­de Mi­nu­ten der Angst, Angst ums ei­ge­ne Kind. Zwei Müt­ter ste­hen na­he der Re­gens­bur­ger Ot­to -Schwerdt-Mit­tel­schu­le, die ei­ne sagt: „Ich zit­te­re noch im­mer, ich wuss­te ja nicht ein­mal, was da pas­siert ist …“

Ges­tern Früh um 8 Uhr wur­de nach ei­nem No­t­ruf für die Po­li­zei Groß­alarm aus­ge­löst. Ein un­be­kann­ter Te­enager war in der Mit­tel­schu­le im Orts­teil Burg­wein­ting ge­se­hen wor­den, er wur­de von ei­ner Lehr­kraft auf sei­ne An­we­sen­heit an­ge­spro­chen. Wei­te­re Leh­rer ka­men hin­zu, da­bei wur­de klar, dass der Ju­gend­li­che ei­ne Pis­to­le hat­te. Mit die­ser Waf­fe soll er ge­droht ha­ben. Der Ju­gend­li­che, wie sich spä­ter her­aus­stell­te ein 17-Jäh­ri­ger, lief dann wie­der weg. Die Mit­tel­schu­le wur­de trotz des Vor­falls nicht ge­räumt. Ein Groß­auf­ge­bot der Po­li­zei mit min­des­tens 20 Strei­fen traf ein, Be­am­te si­cher­ten und durch­such­ten den Tat­ort. Auch in ei­ner be­nach­bar­ten Grund­schu­le war nach Be­kannt­wer­den des Vor­falls das Not­fall­pro­gramm ge­star­tet wor­den. Die Schü­ler blie­ben in ih­ren Klas­sen­räu­men. Wei­te­re um­lie­gen­de öf­fent­li­che Ge­bäu­de, Kin­der­gär­ten und Su­per­märk­te wur­den von der Po­li­zei ab­ge­rie­gelt.

We­nig spä­ter wur­de auf ei­nem Aben­teu­er­spiel­platz in der Nä­he ein Schwer­ver­letz­ter auf­ge­fun­den. Da­bei han­del­te es sich um den Te­enager, der für den Amo­kalarm ver­ant­wort­lich war. Ne- ben dem 17-Jäh­ri­gen lag ei­ne Schreck­schuss­waf­fe. Die Ver­let­zun­gen hat er sich wohl selbst bei­ge­bracht. Zu der Art der Ver­let­zun­gen konn­te Po­li­zei­sp­re - cher Al­bert Brück nichts sa­gen. Der Ju­gend­li­che sei an­sprech­bar ge­we­sen. Si­cher ist, dass die­ser kein ak­tu­el­ler Schü­ler an der Ein­rich­tung ist und die be­droh­ten Leh­rer zu ihm auch frü­her kei­nen Kon­takt hat­ten. Die Kri­po Re­gens­burg er­mit­telt der­zeit im Um­feld des Te­enagers und an der Schu­le, um sich dort ei­ne ge­naue­res Bild von der Be­dro­hungs­la­ge zu ma­chen.

Die Ver­let­zun­gen des 17-Jäh­ri­gen wa­ren nicht le­bens­be­droh­lich, er wur­de in­zwi­schen be­fragt und kam auf­grund ei­ner psy­chi­schen Aus­nah­me­si­tua­ti­on in ei­ne ge­schlos­se­ne Fach­kli­nik. Bei ihm han­delt es sich um ei­nen deut­schen Staats­bür­ger, der in Re­gens­burg wohn­haft ist. Die Müt­ter, die sich an der Schu­le ver­sam­melt ha­ben, be­ru­hig­ten sich im Lau­fe des Ta­ges, „Man ist ja im­mer in Sor­ge, was mit dem Kind ist.“Dass es aber ei­nen sol­chen Vor­fall in Burg­wein­ting gab, das hiel­ten sie dann schon „für ex­trem“.

Die Kri­po si­chert Spu­ren – ein Be­am­ter kon­trol­liert den Ein­gang

Zwei Müt­ter – sie sorg­ten sich um ih­re Kin­der und in­for­mier­ten an­de­re El­tern

Fo­tos: ra­tis­bo­na-me­dia

Die Mit­tel­schu­le in Re­gens­burg-Burg­wein­ting: Die Schü­ler blie­ben wäh­rend des Ein­sat­zes in ih­ren Klas­sen

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