Ei­ne Par­ty nur für Män­ner

Car­tier & Wem­pe fei­ern ei­ne Uhr und den in­ne­ren An­trieb

tz - - MENSCHEN - UL­RI­KE SCHMIDT

Spä­tes­tens als man sich als Frau im Schwarz des He­ar­thouse-Clubs in ei­ner dich­t­an-dicht ge­dräng­ten uni­for­men Men­ge aus dun­kel­blau­en und grau­en An­zü­gen mit wei­ßen Hem­den, Bril­len, Bär­ten und/ oder Glat­zen fand, war klar, was die blon­de Hos­tess am Ein­gang mit ih­rer An­sa­ge „Sie wis­sen aber schon, dass es sich um ei­nen Her­ren­abend han­delt?“ver­mit­teln woll­te: dunk­le An­zü­ge, wei­ße Hem­den, Bär­te – Gen­tle­men on­ly. La­dys sei­en nur funk­tio­nal er­wünscht – als Chro­nis­ten oder blog­gen­de In­flu­en­ce­rin­nen.

Es geht ja auch um den ein­zi­gen Schmuck, den Mann wirk­lich tra­gen kann: die Uhr. In die­sem Fall die Dri­ve de Car­tier. Des­halb ha­ben Wem­pe-Wein­stra­ße-Ge­schäfts­füh­rer Marc Aut­ma­ring und Car­tier-Nord­eu­ro­pa-Di­rek­tor Ren­aud Le­strin­gant ih­re männ­li­che Kund­schaft ins schwar­ze Herz des He­ar­thouse am Len­bach­platz ge­la­den. Um sich, wie es hieß, „in an­ge­neh­mer At­mo­sphä­re aus­zu­tau­schen und ge­gen­sei­tig zu in­spi­rie­ren“– in Stil, Ele­ganz, Klas­se und in­ne­rem An­trieb. Ganz un­ter sich – als Män­ner so an­spruchs­voll wie die Uhr – aus Stahl oder Rot­gold, schwarz oder weiß das Zif­fern­blatt (5950 oder 18 500 Eu­ro). Um­garnt von blon­den oder brü­net­ten Hos­tes­sen, be­dient mit Scham­pus oder Bier aus der Fla­sche und Fly­ing Büf­fet, wie Beef & Tu­na Tartar, ge­bra­te­ne Sal­sic­cia oder Mi­ni-Mi­nu­tensteaks, ganz wie Mann es liebt.

Schau­spie­ler Max von Thun be­stellt sich erst mal Gin-To­nic, be­vor er Aus­kunft gibt, auf die Fra­ge, was ihn an­treibt. „Ich lass’ mich ger­ne trei­ben – vom Le­ben“, sagt er. „Ich ha­be im­mer Glück ge­habt – mit den Rol­len und mit den Men­schen, so­dass das Le­ben im­mer schön war und ist.“Was ihn noch an­treibt, ist sein bald vier­jäh­ri­ger Sohn Leo, für den er im­mer neue Mu­sik auf­nimmt. „Bis­her wa­ren es Schlaf­lie­der, die er sich im­mer an­hört, wenn ich weg bin. Jetzt schreib’ ich Lie­der für tags­über.“

Kol­le­ge Si­mon Schwarz ( Win­ter­kar­tof­fel­knö­del, Schweins­kopf al den­te) treibt da- Gol­den- Glo­be-Preis­trä­ger Hugh Lau­rie (57), bes­tens be­kannt aus der TV-Se­rie

hat nun ei­nen Stern auf dem Walk of Fa­me. Es sei ei­ne un­glaub­li­che Eh­re, Teil von Hol­ly­wood zu sein, sag­te der Bri­te bei der Ent­hül­lung der Pla­ket­te auf dem be­rühm­ten Bür­ger­steig im Her­zen der Film­me­tro­po­le. Er ha­be im Le­ben „un­glaub­lich viel Glück“ge­habt. Die Welt des En­ter­tain­ment in Los An­ge­les ha­be sein Le­ben ge­gen ge­ra­de die Post­pro­duk­ti­on sei­nes ers­ten Films als Pro­du­zent an: Zer­schlag mein Herz – ein Lie­bes­dra­ma im Ro­ma-Mi­lieu; zwei Ju­gend­li­che, die durch die Kraft der Lie­be dem Elend ent­flie­hen wol­len. Und das ist Si­mon Schwarz’ in­ne­rer Dri­ve: „Die Lust, das zu ma­chen, auf was ich stolz bin.“„Mich treibt die Lie­be an!“, strahlt und lacht Schau­spie­ler Lu­cas Gre­go­ro­wicz ( Das Wun­der von Bern, Po­li­zei­ruf 110), der mit Kol­le­gin Adi­na Vetter ver­hei­ra­tet ist und die sich ge­ra­de in Ber­lin ein­rich­ten. „Und: Mich trei­ben mei­ne Min­der­wer­tig­keits­kom­ple­xe an.“Ein Mann wie er? „Hat doch je­der. Das fängt schon in der Kind­heit an.“Als da war und ist? „Dass ich zu un­deut­lich spre­che; dass ich frü­her im­mer der Aus­län­der und fremd war; dass ich ei­ne zu ho­he Stirn ha­be – es war im­mer was.“Boah – ein Mann mit Schwä­chen! Das dri­ved Frau. We­nigs­tens an die­sem Punkt war der Her­ren­abend auch für ei­ne La­dy okay. Mit da­bei u. a. Hof­bräu­kel­ler-Wirt Gün­ter St­ein­berg, des­sen Frau Mar­got ihm ein­mal ei­ne Car­tier-Uhr ge­schenkt hat; die Schau­spie­ler Max Fel­der und Trys­tan Püt­ter ( To­ni Erd­mann), Iron­man Nor­man Stad­ler, Un­ter­neh­mer Micha­el Stau­din­ger, Künst­ler und Gra­fik­de­si­gner Mir­ko Bor­sche, Pro­du­zent Tho­mas Friedl, Ho­tel-Vier-Jah­res­zei­ten-Chef Axel Lud­wig. im fer­nen En­g­land schon früh ge­prägt. „Ich lie­be Mar­ti­nis auch, weil Frank Si­na­tra Mar­ti­nis trank“, scherz­te der Schau­spie­ler. Lau­ries Lands­mann Ste­phen Fry (59) be­schei­nig­te sei­nem Kol­le­gen in ei­ner mit Kom­pli­men­ten ge­spick­ten Re­de, dass er die bes­ten Drinks mi­xe.

Über 120 Gäs­te wa­ren in den Club des He­ar­thouse ge­la­den

Fo­tos: Heinz Weiß­fuß

Schau­spie­ler Sa­bin Tam­brea (oben) so­wie Ste­fan Schaf­fel­hu­ber mit Pro­fi­gol­fer Ti­no Schus­ter

Fo­to: dpa

Dr. Hou­se,

Hof­bräu­kel­lerWirt Gün­ter St­ein­berg (li.) so­wie die Schau­spie­ler Si­mon Schwarz (gro­ßes Bild v. li.), Lu­cas Gre­go­ro­wicz und Max von Thun mit Car­tierChef Ren­aud Le­strin­gant

Ein biss­chen Frau gab‘s auch – fürs Sel­fie und fürs Ohr. Va­nes­sa Ek­pe­n­yong am Mi­kro

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