„Co­man & San­ches? Im­mer nur Tänz­chen!“

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Schau mal, wer da kommt: Hol­ger stu­ber ist zu­rück! Der 27-Jäh­ri­ge Seu­chen­vo­gel, der sich di­rekt nach sei­nem Come­back En­de Ju­li wie­der ei­ne Mus­kel­ver­let­zung zu­ge­zo­gen hat­te, trab­te in der 81. Mi­nu­te aufs Feld – und die Fans er­ho­ben sich! Es war sein ers­ter Pflicht­spiel­ein­satz seit Fe­bru­ar, und ent­spre­chend glück­lich war Bad­stu­ber: „Ich schät­ze das sehr, ich will das al­les zu­rück­ge­ben. Wir wol­len ja die Fans be­geis­tern, und dann ist es das Schöns­te, wenn so was zu­rück­kommt von den Fans, das geht rich­tig un­ter die Haut!“

Und wie geht es wei­ter mit ihm? Im­mer lang­sam, sagt er: „Es ist mein Ziel, dass es mein letz­tes Come­back war. Ich ver­traue jetzt auf mei­nen Kör­per, ich hö­re auf ihn, und wenn ich wie­der rich­tig fit bin, dann kommt die Form von al­lein.“Die Zeit wird ihm je­der ge­ben, denn al­le freu­ten sich mit Bad­stu­ber, das mach­te Meh­met Scholl in der ARD klar: „Es ist schön für ihn, dass auch der Trai­ner in so ei­ner Si­tua­ti­on sagt: Ich ver­traue dir. Das wird ihm gut­tun, und dass er ge­spielt hat, war das Schöns­te des heu­ti­gen Ta­ges! Er hat das ver­dient und er hat si­cher auch mensch­lich sehr viel ge­lernt in die­ser schwe­ren Zeit.“

Zu­vor hat­te Bad­stu­ber 80 Mi­nu­ten ei­nen pri­ma Blick aufs Ge­sche­hen, und zu­min­dest die Kol­le­gen sei­ner Fach­ab­tei­lung mach­ten ei­nen gu­ten Job: In der De­fen­si­ve brann­te we­nig an – aber vor­ne, da hak­te es, mo­nier­te ARD-Ex­per­te Meh­met Scholl. Und der Ha­ken hat­te auch ei­nen Na­men – be­zie­hungs­wei­se zwei: „Bay­ern spielt hin­ten gut, auch im de­fen­si­ven Mit­tel­feld. Und dann kommt Re­na­to San­ches an den Ball, der im­mer den Ball zu lan­ge hält, der nie gleich wei­ter spielt, der im­mer selbst ei­ne Idee ha­ben will. Dann kommt Co­man an den Ball – das Glei­che, der will auch im­mer sein Tänz­chen ma­chen. Und dann ist da noch Ju­li­an Gre­en, der au­ßer dem Tor gar nicht mit­spielt. Drei Leu­te, zwei

sind zu lan­ge am Ball, ei­ner gar nicht. Al­le an­de­ren spie­len schnell, aber im An­griff feh­len da­durch drei Spie­ler.“

Zwar schränk­te auch Scholl ein, dass die ge­schol(l)te­nen Spie­ler nicht ge­ra­de im idea­len Spiel­rhyth­mus sind und sag­te, „man müss­te viel­leicht ver­ständ­nis­vol­ler sein. Und es ist auch schön, dass Gre­en das Tor macht, er ist ja ein Ei­gen­ge­wächs. Aber scha­de ist: Wenn man, wie er, bei Bay­ern blei­ben will, dann muss man prä­sen­ter sein – so wie ein Kim­mich!“

Denn bei al­ler Ju­gend – Jungs ha­ben ei­ne kla­re Auf­ga­be, so Scholl: „Sie wur­den ge­holt, um ir­gend­wann Ri­bé­ry und Rob­ben zu er­set­zen. Ich glau­be aber nicht, dass sie das auf ab­seh­ba­re Zeit kön­nen. Ich se­he da­rin ein Pro­blem. Denn es geht auch um das Auf­tre­ten, so wie das bei Kim­mich der Fall ist. Das se­he ich bei Co­man (20), San­ches (19) oder auch bei Cos­ta (26) nicht.“Das saß – mal se­hen, wie lan­ge die al­ten Her­ren Ri­bé­ry (33) und Rob­ben (32) den Jungspunds noch De­ckung ge­ben…

Fo­tos (2): dpa

In der Kri­tik: San­ches über­zeug­te nur be­dingt, Bad­stu­ber gab sein Come­back

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