Der Är­ger mit den Nach­bar­grä­bern

tz - - BURGERANWALT - DIETER DREHER (76), RENT­NER AUS MÜN­CHEN SVS

In der Nä­he des Gr­a­bes mei­ner ver­stor­be­nen Frau auf dem West­fried­hof gibt es auf­ge­las­se­ne Grä­ber, die ver­wil­dern. Ich ha­be mich schon öf­ters bei der Fried­hofs­ver­wal­tung be­schwert, weil in­zwi­schen so­gar schon Pflan­zen von die­sen Grä­bern bis fast an mei­nes her­an­rei­chen. Das Gr­ab mei­ner Frau ist mir sehr wich­tig, sie ist vor sie­ben Jah­ren an Krebs ge­stor­ben, da­bei hat­ten wir uns so auf ei­nen ge­mein­sa­men Le­bens­abend ge­freut.

Als die tz sich mit Dieter Dreher auf dem West­fried­hof traf, wa­ren Fried­hofs­gärt­ner am Werk, um das 50 Hekt­ar gro­ße Ge­län­de mit den 41 660 Grä­bern dar­auf zu pfle­gen. Dar­un­ter auch die auf­ge­las­se­nen Grä­ber na­he des Gr­a­bes von Dieter Dre­hers ver­stor­be­ner Frau Re­na­te. Der Rent­ner war hoch­er­freut. War­um es so lan­ge ge­dau­ert hat, bis der Wild­wuchs be­sei­tigt wur­de, er­klärt Alois Ma­der­spa­cher, Spre­cher des Re­fe­rats für Ge­sund­heit und Um­welt, da­mit, dass die Ver­wal­tung sich bei auf­ge­las­se­nen Grä­bern im­mer et­was Zeit lie­ße – den An­ge­hö­ri­gen zu­lie­be. „Wenn ei­ne Nut­zung aus­ge­lau­fen ist, eb­nen wir das Gr­ab nicht so­fort ein, denn es kann sein, dass es An­ge­hö­ri­ge gibt, die even­tu­ell doch noch ei­ne Nut­zungs­ver­län­ge­rung wol­len.“Er rät, bei Pro­ble­men mit dem Gr­ab mit An­fra­gen und Be­schwer­den im­mer di­rekt an die Fried­hofs­ver­wal­tung her­an­zu­tre­ten und nicht die Gärt­ner an­zu­spre­chen.

Dieter Dreher am Gr­ab sei­ner Frau

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