Die Sor­gen der Spa­rer

tz - - GELD + MARKT - WOLF­GANG DE PONTE

Der Blick aufs ei­ge­ne Bank­kon­to stimmt die Mehr­heit der Bun­des­bür­ger recht zu­frie­den. 52 Pro­zent be­wer­ten ih­re ge­gen­wär­ti­ge fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge als gut bis sehr gut. Noch muss man sa­gen, denn der Trend zeigt nach un­ten. Im Ver­gleich mit den Vor­jah­ren nimmt der An­teil der Zuf­rie­de­nen deut­lich ab. 2015 wa­ren es noch 56 Pro­zent, 2014 so­gar 58 Pro­zent. Das geht aus dem ak­tu­el­len Ver­mö­gens­ba­ro­me­ter des Deut­schen Spar­kas­sen- und Gi­ro­ver­bands ( DSGV) her­vor, für den 1810 Bür­ger be­fragt wur­den.

Da­bei sind Män­ner zu­frie­de­ner (55 %) als Frau­en (50 %) – und op­ti­mis­ti­scher. Bei Frau­en zwi­schen 50 und 70 sind so­gar nur 48 Pro­zent mit ih­rer fi­nan­zi­el­len Si­tua­ti­on zu­frie­den (vier Pro­zent we­ni­ger als im Durch­schnitt). Die­se Grup­pe hält sich auch in Sa­chen Kon­sum und Kre­dit­auf­nah­me we­sent­lich stär­ker zu­rück als die üb­ri­ge Be­völ­ke­rung. Weil ihr ho­hes Si­cher­heits­be­dürf­nis an­ge­sichts der ak­tu­el­len Null­zin­sen kei­ne ren­ta­ble Geld­an­la­ge er­mög­licht, wol­len 22 Pro­zent künf­tig we­ni­ger spa­ren.

Null­zins – das heißt aber nicht, dass die Men­schen ins­ge­samt mehr Geld aus­ge­ben. Im Ge­gen­teil: 75 Pro­zent ge­ben an, dass sie ihr Kon­sum­ver­hal­ten nicht ver­än­dert ha­ben und dies auch künf­tig nicht tun wol­len. Und bei den 25 Pro­zent, die ihr Kon­sum­ver­hal­ten ge­än­dert ha­ben, über­wiegt der An­teil de­rer, die sich ein­ge­schränkt ha­ben oder künf­tig ein­schrän­ken wol­len!

DasSi­cher­heits­be­dürf­nis­wächst.

Nann­ten 2015 noch 50 Pro­zent die Si­cher­heit als ei­nes der drei wich­tigs­ten Kri­te­ri­en für ih­re Geld­an­la­gen, sind es 2016 schon 57 Pro­zent.

Be­sorg­nis­er­re­gend: 36 Pro­zent der Bür­ger spa­ren mo­nat­lich nichts für die Al­ters­vor­sor­ge an, bei den Jün­ge­ren zwi­schen 14 und 29 Jah­ren ist es so­gar die Hälf­te. Und bei den­je­ni­gen, die vor­sor­gen, sind die Spar­ra­ten im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren ge­sun­ken. Zu­dem zwei­felt rund die Hälf­te der Vor­sor­gen­den, ob ih­re Maß­nah­men auch wirk­lich die ge­wünsch­te fi­nan­zi­el­le Ab­si­che­rung brin­gen.

Niedrig- bzw. Null­zins ma­chen der Be­völ­ke­rung die größ­ten Sor- gen für die fi­nan­zi­el­le Zu­kunft. Der An­teil der Men­schen, die die Zins­po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank als ih­re Haupt­sor­ge nen­nen, ist 2016 sprung­haft ge­stie­gen – um 17 auf 58 Pro­zent! Nur noch 27 Pro­zent der Men­schen ver­trau­en dar­auf, dass ih­re Bank­gut­ha­ben si­cher sind. Vor ei­nem Jahr wa­ren es noch zehn Pro­zent mehr.

Mehr Ren­di­te für mehr Ri­si­ko? Das ist nur noch für rund zehn Pro­zent der Be­völ­ke­rung ein Thema. Sie wä­ren be­reit, ih­re Geld­an­la­gen ent­spre­chend um­zu­schich­ten. 2014 wa­ren noch 23 Pro­zent zu die­sem Schritt be­reit. Ob als pro­ba­tes Mit­tel, bei der Geld­an­la­ge der Zins­flau­te zu ent­ge­hen, oder als Al­ter­vor­sor­ge: Die Mehr­heit der Deut­schen setzt auf Im­mo­bi­li­en und da­bei ver­stärkt auf das selbst ge­nutz­te Ei­gen­tum. 53 Pro­zent ha­ben sich da­für ent­schie­den! Die Ka­ki ist ei­ne auch in Deutsch­land äu­ßerst be­lieb­te Frucht, doch was macht die­ser Ko­rea­ner mit der noch nicht ganz rei­fen Ka­ki? Er stellt ei­ne ko­rea­ni­sche De­li­ka­tes­se her, das so­ge­nann­te Got­gam. Es wird als sü­ßer Snack oder auch als Grund­la­ge für ein schar­fes und zu­gleich sü­ßes Zimt­ge­tränk be­nutzt. Da­bei ist Got­gam nichts an­de­res als ge­trock­ne­te Ka­ki. Die­se wer­den im Ok­to­ber ge­ern­tet, wenn sie noch nicht ganz reif sind und sich schä­len las­sen, oh­ne aus der Form zu ge­hen. Da­nach wer­den sie für 45 Ta­ge ge­trock­net und ent­wi­ckeln von sich aus ei­ne Zu­cker­schicht. Fer­tig ist ein

be­lieb­tes Win­ter­ge­schenk!

F: Pan­ther­me­dia, dpa

Beim Blick ins Spar­schwein oder -buch ist im­mer we­ni­ger Deut­schen zum La­chen zu­mu­te

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