Post von der Pfle­ge­ver­si­che­rung

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In die­sen Ta­gen flat­tert rund 2,8 Mil­lio­nen Pfle­ge­be­dürf­ti­gen in Deutsch­land Post von ih­rer Pfle­ge­kas­se ins Haus. Da­rin er­fah­ren sie, was sich zum 1. Ja­nu­ar 2017 mit der Pfle­ge­re­form für sie än­dert und wie sie sich wäh­rend der Über­gangs­pha­se ver­hal­ten sol­len. Wich­tig: Sie müs­sen sich nicht bei Ih­rer Pfle­ge­kas­se mel­den – es sei denn, bis Weih- nach­ten ist der Brief noch nicht an­ge­kom­men. Mit der zwei­ten Stu­fe des Pfle­ge­stär­kungs­ge­set­zes II wird ein neu­es Be­gut­ach­tungs­sys­tem ein­ge­führt. Bei den Leis­tun­gen gilt Be­stands­schutz: Ver­schlech­tern kann sich al­so nie­mand. Im Ge­gen­teil: Pfle­ge­be­dürf­ti­ge wer­den bes­ser ein­ge­stuft. Kern der Än­de­run­gen: Künf­tig wer­den nicht mehr nur Per- so­nen mit kör­per­li­cher Ein­schrän­kung voll in den Leis­tungs­ka­ta­log ein­be­zo­gen, son­dern gleich­be­rech­tigt auch 1,6 Mil­lio­nen Men­schen mit psy­chi­schen Be­ein­träch­ti­gun­gen und schwin­den­der geis­ti­ger Kraft wie De­menz­er­krank­te. Dann wird nicht mehr nach Mi­nu­ten ab­ge­rech­net, son­dern nach dem Grad der Un­selbst­stän­dig­keit.

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