Oet­tin­ger ern­tet har­sche Kri­tik

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Mit sei­nen ab­fäl­li­gen Äu­ße­run­gen über Chi­ne­sen, Frau­en und die Ehe für Ho­mo­se­xu­el­le hat der deut­sche EU-Kom­mis­sar Gün­ther Oet­tin­ger (CDU) hef­ti­ge Ent­rüs­tung aus­ge­löst. In ei­ner nun öf­fent­lich ge­wor­de­nen Re­de vor Un­ter­neh­mern in Ham­burg hat­te er un­ter an­de­rem von „Schlitz­au­gen“so­wie von „Ho­mo-Pflicht­ehe“ge­spro­chen. Über ei­ne chi­ne­si­sche Re­gie- rungs­de­le­ga­ti­on sag­te er: „Kei­ne Frau­en­quo­te, kei­ne Frau, fol­ge­rich­tig.“Oet­tin­ger ern­te­te wie­der­hol­tes Ge­läch­ter sei­ner Zu­hö­rer, wie ein im In­ter­net ver­öf­fent­lich­tes Vi­deo mit Re­de­aus­zü­gen zeigt.

Der Les­ben- und Schwu­len­ver­band for­der­te ei­ne Ent­schul­di­gung. SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley stell­te sei­ne Eig­nung als EU-Kom­mis­sar in­fra­ge. Auch Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ma­nue­la Schwe­sig äu­ßer­te har­sche Kri­tik: „Die Äu­ße­run­gen sind ho­mo­phob und ras­sis­tisch und sie ent­spre­chen nicht dem, was ein EUKom­mis­sar leis­ten muss“

Der CDU-Po­li­ti­ker Oet­tin­ger ver­tei­dig­te sich ge­gen den Vor­wurf der Frem­den­feind­lich­keit und sprach in der Welt von „sa­lop­pen Äu­ße­run­gen“.

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