Blan­co ge­gen Schee­le: Es ist Schluss mit lus­tig

tz - - AKTION - A. THIE­ME

Ro­ber­to Blan­co (79) und Micha­el Schee­le (68): Aus Freun­den wur­den Fein­de vor Ge­richt. Denn sie strei­ten um 170 000 Eu­ro. Das Geld for­dert Blan­co von Schee­le, weil der ihn bei sei­ner Schei­dung im Jahr 2012 an­geb­lich falsch be­ra­ten hat­te. Dar­um geht es im Zi­vil­pro­zess, der seit Don­ners­tag das Land­ge­richt be­schäf­tigt.

Mehr­fach hat­te Rich­ter Ke­cker ver­sucht, das Ver­fah­ren durch ei­nen Ver­gleich zu be­en­den. Doch die Zah­lung von 100 000 Eu­ro kam nicht zu­stan­de: Schee­les Haft­pflicht­ver­si­che­rung sträub­te sich. Al­so wur­de ver­han­delt.

„Ich will hier nur Ge­rech­tig­keit“, sag­te Blan­co. Er be­haup­te­te, Schee­le hät­te ihm nicht ge­sagt, dass er ei­nen Spe­zi­al­an­walt braucht. Das be­strei­tet der Münch­ner Ju­rist. Zur tz sagt er: „Der Vor­wurf ei­ner feh­ler­haf­ten Be­ra­tung ist ein Witz. Das Ver­fah­ren lief in der Schweiz, und Herr Blan­co hat es ver­säumt, sich mit­hil­fe ei­nes dor­ti­gen Kol­le­gen ge­gen die For­de­run­gen sei­ner Ex-Frau recht­zei­tig zu weh­ren. Das hat er aber nicht ge­tan, weil er Kos­ten spa­ren woll­te.“Am En­de stand dann doch ein Ver­gleich: über 85 000 Eu­ro. Der tags drauf aber wie­der platz­te. Schee­le: „Den Ver­gleich müs­sen wir wi­der- ru­fen, da auch die Haft­pflicht­ver­si­che­rung, so wie wir, der Mei­nung ist, dass uns kein Vor­wurf ge­macht wer­den kann. Au­ßer­dem wä­re ei­ne For­de­rung längst ver­jährt.“Im De­zem­ber wird wei­ter­ver­han­delt.

Foto: Heinz Weiß­fuß

Das La­chen täuscht: Seit Don­ners­tag sind Ro­ber­to Blan­co (79) und Pro­miAn­walt Micha­el Schee­le (68) Geg­ner vor dem Land­ge­richt

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