Wil­des Wo­che­n­en­de Letz­te Eh­re für

Prü­ge­lei auf Thea­ter­büh­ne 50 Ju­gend­li­che ran­da­lie­ren Po­li­zei fasst den „Lip­pen­pres­ser“

tz - - ERSTE SEITE - DORITA PLANGE

Oft ge­fähr­lich, im­mer an­stren­gend und zu­wei­len auch mal ku­ri­os – das ist der Groß­stadt­all­tag der Münch­ner Po­li­zis­ten, die am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de bei ver­schie­dens­ten Ein­sät­zen auf die Pro­be ge­stellt wur­den: ■ Drei Jah­re lang klau­te ein zu­nächst un­be­kann­ter Mann im­mer im Win­ter in den Bars und Re­stau­rants der In­nen­stadt Geld­bör­sen. Am Frei­tag gab die Po­li­zei ein Fahn­dungs­fo­to des „Lip­pen­pres­sers“her­aus. Sonn­tag­früh um 3 Uhr nah­men ihn Be­am­te nach ei­nem Hin­weis im Münch­ner Nor­den fest. Bis­lang ist nur be­kannt, dass der Tä­ter 48 Jah­re alt ist und stän­dig sei­nen Un­ter­schlupf wech­sel­te. ■ Rund 50 hoch­ag­gres­si­ve und teils be­trun­ke­ne Ju­gend­li­che grif­fen Sonn­tag­früh um 1 Uhr ei­ne Strei­fe der Bun­des­po­li­zei an. Vor­an­ge­gan­gen war ei­ne klei­ne Strei­te­rei mit DB-Si­cher­heits­leu­ten am dicht um­la­ger­ten Bur­ger King am Ost­bahn­hof. So­gar die Po­li­zei­strei­fe griff der Mob an. Der Ein­gang wur­de kurz­fris­tig ge­sperrt. Nach ei­ner St­un­de hat­ten 32 Po­li­zis­ten und sie­ben DB-Mit­ar­bei­ter die La­ge wie­der un­ter Kon­trol­le.

Bei ei­ner Pro­be im Prinz­re- gen­ten­thea­ter kam es am Frei­tag zu ei­nem ku­rio­sen Be­triebs­un­fall, der den Be­hör­den schon al­lein we­gen der Ver­si­che­rungs­fra­ge ge­mel­det wer­den muss: Bei ei­ner ge­spiel­ten Kampf­sze­ne ver­setz­te ein Mu­si­cal-Darstel­ler (24) ei­nem Stu­den­ten (26) ver­se­hent­lich ei­ne der­art hef­ti­ge Ge­ra­de, dass sie den 26-Jäh­ri­gen di­rekt auf die Bret­ter be­för­der­te. Fol­ge: Be­nom­men­heit und ein li­la Veil­chen.

Auf dem Dach ei­nes ier­stö­cki­gen Hau­ses in der Schwantha­ler Stra­ße sich­te­ten An­woh­ner am Sams­tag um 3.50 Uhr ei­nen tief schla­fen­den Be­trun­ke­nen – nur noch 30 Zen­ti­me­ter von der Dach­kan­te zum In­nen­hof des Deut­schen Mu­se­ums ent­fernt! Die Feu­er­wehr stell­te ein Sprung­kis­sen auf. Dann wur­de der be­trun­ke­ne Tief­schlä­fer (1,5 Pro­mil­le) sach­te ge­weckt. Den Rest der Nacht ver­brach­te der Li-

tau­er im Po­li­zei­ge­wahr­sam – auf der fla­chen Ma­trat­ze. ■ Ei­nen über­ra­schen­den Ein­blick in die Ma­schen der Do­ping- und Dro­gen-Trick­ser lie­fer­te ein un­über­seh­bar un­ter Dro­gen ste­hen­der Au­to­fah­rer (19). Auf­fal­lend schnell und al­bern ki­chernd, lie­fer­te er ei­ne Urin­pro­be oh­ne Be­fund ab. Bei der Durch­su­chung fan­den die Po­li­zis­ten je­doch ei­nen Beu­tel syn­the­ti­schen Urins, den man sich für knapp 22 Eu­ro in­klu­si­ve Ge­brauchs­an­wei­sung im In­ter­net be­stel­len kann.

Foto: Po­li­zei

Der Se­ri­en­dieb „Lip­pen­pres­ser“ist ge­fasst

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