Me­lo­di­en für die Kn­ei­pe

tz - - KULTUR + TV - R. THORAU

Ein Wort zum neu­en Al­bum? Rob­bie Williams: In den letz­ten Jah­ren ha­be ich ver­sucht, be­tont ex­pe­ri­men­tell und in­ter­es­sant zu sein. Und kei­ne Hits zu schrei­ben. Das Letz­te­re hab ich ge­schafft. Mir wur­de klar, dass ich ein­fach uni­ver­sel­le Songs ma­chen soll­te. Mit gro­ßen, ein­gän­gi­gen Me­lo­di­en und Tex­ten, die die Leu­te in Pubs sin­gen kön­nen. Ich hof­fe, das ist mir jetzt ge­lun­gen.

Wenn die Auf­merk­sam­keits­wel­le wie­der ab­sinkt – den­ken Sie dann, Sie müs­sen was tun? Et­wa ir­gend­was im Netz pos­ten?

Williams: Na ja, So­ci­al Me­dia kann ei­nen schon süch­tig ma­chen. Mei­ne Frau hat sich im­mer über mich lus­tig ge­macht. Aber dann hat sie ei­nen Ins­ta­gram-Ac­count be­kom­men. Und jetzt sitzt sie abends vorm Ta­blet … Ich ver­su­che da­mit schon auch, Fans bei der Stan­ge zu hal­ten. Aber haupt­säch­lich pos­te ich, weil

ich süch­tig da­nach bin und es ein­fach Spaß macht.

Wie pro­du­ziert man so ein Al­bum als Fa­mi­li­en­va­ter?

Williams: Ich brin­ge die Kin­der zum Kin­der­gar­ten, ho­le sie ab – und da­zwi­schen kann ich zu Hau­se in mei­nem Stu­dio ar­bei­ten, Me­lo­di­en sin­gen und die pas­sen­den Tex­te da­zu fin­den. Es gibt Ta­ge, wo die Kin­der stän­dig rein­plat­zen. Aber ich be­kom­me das gut hin. Ich mag das so­gar, wenn die Kin­der hö­ren, was da so läuft.

Was ist für Sie der schöns­te Mo­ment an ei­nem neu­en Al­bum?

Williams: Weiß ich nicht. Ich bin da neu­ro­ti­scher ge­wor­den. Schie­be mehr Pa­nik. Wohl weil ich äl­ter wer­de. Ein al­tern­der Pop­star! Das ist wie beim Fuß­ball. Man ist rich­tig gut bis 35 oder 36. Oder vi­el­leicht so­gar bis 37, wenn man Tor­wart ist. Aber dann muss man ins Ma­nage­ment wech­seln. Bei Pop­stars ist es ge­nau­so. Ich ma­che mir da ei­gent­lich stän­dig Sor­gen, wie ich sin­ge, wor­über ich sin­ge. Ich glau­be, ich muss mei­nen Spaß dar­in fin­den, mir Sor­gen zu ma­chen. Die­ser Pro­zess des Su­chens und die Sa­chen im­mer wie­der in­fra­ge zu stel­len.

Ha­ben Sie Tricks, um auf der Büh­ne ih­re 42 Jah­re al­ten Kno­chen zu scho­nen?

Williams: Oh ja! Ich ha­be ei­nen sehr schlech­ten Rü­cken. Den Rü­cken ei­nes al­ten Man­nes. Auf den muss ich auf­pas­sen. Ich wer­fe mich groß in Scha­le, ver­su­che so cha­ris­ma­tisch wie mög­lich zu sein und ei­ne Show ab­zu­lie­fern, oh­ne mich völ­lig zu ver­hei­zen.

„Ich schie­be heu­te mehr Pa­nikals frü­her.“Williams über das Ver­öf­fent­li­chen ei­ner CD

Fo­tos: dpa

Jon Bon Jo­vi (l.) und Rob­bie Williams sind wie­der zu­rück. Der Ro­cker aus New Jer­sey war nie weg, und Rob­bie auch nicht. Sagt er Rob­bie Williams und sei­ne neue CD (ab Frei­tag) Rob­bie Williams

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