DFB: Jo­gi bleibt, Klo­se kommt…

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stei­ger ist zu­rück im Kreis, aber es ist un­wahr­schein­lich, dass er auch spielt“, schrieb The Dai­ly Te­le­graph. „Bas­ti­an ist wie­der da, aber nicht für lang“, ver­mu­tet die Dai­ly Mail und spe­ku­liert, der Deut­sche sei „im Trai­ning, um ihn für ei­nen Wech­sel fit­zu­ma­chen“. Da­für spricht auch, dass Schwein­stei­ger in der ver­gan­ge­nen Wo­che als ein­zi­ger Pro­fi auf dem neu­en Mann­schafts­fo­to fehl­te. Au­ßer­dem hat der Club den Mit­tel­feld­spie­ler in sei­ner letz­ten Bi­lanz als „Ver­mö­gens­wert“ab­ge­schrie­ben. 7,5 Mil­lio­nen Eu­ro Ab­lö­se­sum­me an den FC Bay­ern wur­den als Son­der­kos­ten ver­bucht und Schwein­stei­ger als Spie­ler ka­te­go­ri­siert, „der nicht mehr für die ers­te Mann­schaft spie­len wird“.

„Uni­ted sucht im­mer noch nach ei­nem Käu­fer für Schwein­stei­ger, auch wenn Mour­in­ho den Mit­tel­feld­spie­ler wie­der mit der ers­ten Mann­schaft trai­nie­ren lässt“, glau­ben auch der Man­ches­ter Eve­ning News. Sie hal­ten sei­nen Wech­sel in die ame­ri­ka­ni­sche Ma­jor Le­ague Soc­cer für sehr wahr­schein­lich. Ver­mut­lich auch des­halb soll Schwein­stei­ger durch Ein­sät­ze im Trai­ning wie­der mehr ins Ram­pen­licht rü­cken.

Der WM-Re­kord­tor­jä­ger hängt den gol­de­nen Schuh an den Na­gel und will ab so­fort sei­ne Nach­fol­ger in Schuss brin­gen: Mi­ros­lav Klo­se hat sei­ne ak­ti­ve Kar­rie­re nach mo­na­te­lan­gem Über­le­gen be­en­det, kehrt aber als Trai­ner-Azu­bi zur Na­tio­nal­mann­schaft zu­rück. Am Tag nach der Ver­trags­ver­län­ge­rung mit Trai­ner Joachim Löw bis 2020 gab der DFB am Di­ens­tag be­kannt, dass der 38 Jah­re al­te Welt­meis­ter ein Aus­bil­dungs­pro­gramm­ab­sol­vie­ren wird und gleich­zei­tig zum fes­ten Be­stand­teil des Trai­ner­teams auf­steigt.

„In der Na­tio­nal­mann­schaft ha­be ich mei­ne größ­ten Er­fol­ge ge­fei­ert, die­se Zeit war wun­der­schön und bleibt un­ver­ges­sen. Da­her keh­re ich ger­ne zum DFB zu­rück“, sag­te der deut­sche Re­kord­tor­schüt­ze (71 Tref­fer): „In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ist in mir der Ge­dan­ke ge­reift, auf dem Platz blei­ben zu wol­len, da­bei aber ei­ne neue Per­spek­ti­ve ein­zu­neh­men, näm­lich die ei­nes Trai­ners.“Der 137-ma­li­ge Na­tio­nal­spie­ler, der 16 To­re bei vier WM-End­run­den er­zielt hat, wird das deut­sche Trai­ner­team be­reits bei der an­ste­hen­den WM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­par­tie in San Ma­ri­no am 11. No­vem­ber (20.45 Uhr/RTL) und vier Ta­ge spä­ter beim Län­der­spiel in Ita­li­en (20.45 Uhr/ARD) ver­stär­ken.

„Auf Mi­ro war und ist im­mer Ver­lass, da­her freue ich mich sehr, dass er jetzt erst mal zu un­se­rem Team ge­hört“, äu­ßer­te sich Bun­des­trai­ner Joachim Löw. „Er ist ein Vor­bild als Mensch und Sport­ler, der dem Team und dem Er­folg al­les un­ter­ord­net. Mit sei­nem Blick und sei­ner Er­fah­rung kann ich ihn mir künf­tig sehr gut als Trai­ner vor­stel­len. Auf sei­nem Weg da­hin möch­ten wir ihn im DFB ger­ne un­ter­stüt­zen.“Löw ist sich si­cher, „dass wir Trai­ner ge­nau­so wie die Spie­ler sehr von sei­ner Mit­wir­kung pro­fi­tie­ren“wer­den: „Wir freu­en uns auf Mi­ro“. Die Rück­kehr von Klo­se als Be­treu­er für die Of­fen­siv­kräf­te passt zur Stra­te­gie von DFB-Sport­di­rek­tor Han­si Flick. Der frü­he­re Löw-As­sis­tent hat­te in der Ver­gan­gen­heit be­tont, dass er ei­ne wei­te­re Spe­zia­li­sie­rung im Trai­ner­team nach dem Vor­bild ver­schie­de­ner US-Sport­ar­ten für sinn­voll er­ach­tet. „Mit Blick auf die in­halt­li­che und kon­zep­tio­nel­le Aus­ge­stal­tung der DFB-Aka­de­mie ist es un­ser Ziel, im­mer wie­der auch die Per­spek­ti­ve der Spie­ler in un­se­re Pla­nun­gen ein­flie­ßen zu las­sen“, be­ton­te Flick. „Für den Fuß­ball ist es ein ab­so­lu­ter Ge­winn, wenn je­mand wie Mi­ros­lav Klo­se sich ent­schließt, als Trai­ner ar­bei­ten zu wol­len und sich wei­ter beim DFB ein­zu­brin­gen.“

Das wird auch Löw in den nächs­ten vier Jah­ren tun. Mit den Wor­ten: „Es ist ein gu­ter Tag für den Deut­schen Fuß­ball- Bund“, hat­te DFB-Prä­si­dent Rein­hard Gr­in­del am Mon­tag die Ver­län­ge­rung von Löw be­stä­tigt. Knapp vier Mo­na­te nach dem bit­te­ren Halb­fi­nalAus bei der EM in Frank­reich hat Löw sei­nen Ver­trag vor­zei­tig bis 2020 ver­län­gert, er wird da­mit auch wäh­rend der his­to­ri­schen Eu­ro­pa­meis­ter­schaft in vier Jah­ren in 13 Län­dern auf der Bank sit­zen. „Kopf und Herz ha­ben ge­mein­sam Ja ge­sagt“, be­rich­te­te der Bun­des­trai­ner. „Ich füh­le die glei­che Mo­ti­va­ti­on wie zu Be­ginn mei­ner Amts­zeit. Wir ha­ben Vi­sio­nen und Din­ge, die wir an­ge­hen wol­len. Der Zeit­punkt war ein­fach gut. Man­che wer­den fra­gen: ‚War­um jetzt?‘ Ich sa­ge: „War­um nicht jetzt?‘“

Bas­ti­an Schwein­stei­ger Lö­w­über­denFall­des Schei­terns bei der WM

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