Ros­berg: So ei­ne Si­tua­ti­on ist cool

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Jetzt will Ni­co Ros­berg auf dem le­gen­dä­ren Welt­meis­ter­ma­cher-Kurs in São Pau­lo sein Werk voll­enden. Ein Sieg am 13. No­vem­ber auf dem Au­to­dro­mo Jo­séCar­los Pace, wo so vie­le Ti­tel in der Ge­schich­te der For­mel 1 schon ver­ge­ben wur­den, und der 31-jäh­ri­ge Wahl-Mo­ne­gas­se wä­re der drit­te deut­sche Cham­pi­on in der Kö­nigs­klas­se nach Michael Schu­ma­cher und Se­bas­ti­an Vet­tel. Da kann Ti­tel­ver­tei­di­ger Le­wis Ha­mil­ton ma­chen, was er will.

„Ich weiß das, es ist cool, in der Si­tua­ti­on zu sein“, be­ton­te Ros­berg. „Aber ich wer­de mei­nen An­satz nicht än­dern, weil es sich so am bes­ten an­fühlt.“

Ros­bergs Man­tra lau­tet: Nur von WM-Etap­pe zu WM-Etap­pe schau­en und das Op­ti­mum er­rei­chen. „Ich hal­te mich an mei­nen Plan, das nächs­te Ren­nen zu ge­win­nen.“Ein Sieg kä­me beim Gro­ßen Preis von Bra­si­li­en dies­mal dem WM-Tri­umph gleich, nach­dem er in Me­xi­ko am Sonn­tag wie schon ei­ne Wo­che zu­vor den wich­ti­gen zwei­ten Platz hin­ter dem wie­der er­stark­ten Mer­ce­des­Team­kol­le­gen Ha­mil­ton ret­te­te. „Es liegt in sei­nen Hän­den“, er­klär­te Mer­ce­des-Mo­tor­sport­chef To­to Wolff. „Das macht die Si­tua­ti­on für ihn ein­fa­cher, weil er um sei­ne zwei­te Chan­ce in Abu Dha­bi weiß.“

Ha­mil­ton hat aber wie- der an Zu­ver­sicht ge­won­nen, selbst wenn er die WM nicht mehr in der ei­ge­nen Hand hat. „Ich kämp­fe um et­was, bei dem ich nicht weiß, ob ich es er­rei­chen kann. Das ist ein un­ge­wöhn­li­ches Sze­na­rio“, be­schrieb der Ti­tel­ver­tei­di­ger sei­ne La­ge. „Ich ge­be bis zum En­de Voll­gas. Auf der ei­nen Sei­te kann es schmerz­haft aus­ge­hen, auf der an­de­ren Sei­te groß­ar­tig. Al­les was ich seit dem Be­ginn mei­ner Kar­rie­re in der For­mel 1 weiß, ist, dass sich al­les bis zur letz­ten Mi­nu­te än­dern kann. Des­halb kann ich nicht auf­ge­ben.“

Was an­sons­ten vom Ren­nen in Me­xi­ko-Stadt üb­rig blieb, ist ei­ne Be­lei­di­gung von Vet­tel ge­gen Renn­lei- ter Char­lie Whi­t­ing. Der Hes­se be­schwer­te sich via Funk über Max Ver­stap­pen (19) und wur­de dar­auf­hin von Platz drei auf Platz fünf zu­rück­ge­stuft. Der Nie­der­län­der ätz­te über sei­nen zehn Jah­re äl­te­ren Kol­le­gen: „Er soll­te zu­rück in den Kin­der­gar­ten.“Die FIA sieht von wei­te­ren Stra­fen ge­gen Vet­tel ab.

Mit dem Ein­stieg von Li­ber­ty Me­dia be­ginnt in der For­mel 1 ei­ne neue Zeit­rech­nung – mit neu­em Per­so­nal. Wie Au­to Bild Mo­tor­sport be­rich­tet, soll Ex-Be­net­ton- und Fer­ra­riChef Ross Brawn (61) neu­er Sport­chef der Kö­nigs­klas­se wer­den. Er wür­de da­mit die Ära von Ber­nie Eccles­to­ne (86) be­en­den.

EHC-Spie­ler Frank Mau­er

Fo­to: Ima­go

Gut drauf: Das Mer­ce­des-Team mit Ros­berg und Ha­mil­ton

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