Wie Ar­beit­neh­mer Steu­ern spa­ren

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Ar­beit­neh­mer kön­nen Auf­wen­dun­gen für ei­ne dop­pel­te Haus­halts­füh­rung un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen beim Fis­kus an­ge­ben. Da­mit das Fi­nanz­amt die­se an­er­kennt, müs­sen sie aber be­ruf­lich ver­an­lasst sein. Au­ßer­dem muss der Ar­beit­neh­mer so­wohl am Ort der ers­ten Tä­tig­keits­stät­te woh­nen als auch ei­nen wei­te­ren ei­ge­nen Haus­stand au­ßer­halb die­ses Or­tes füh­ren – die­ser soll­te sein Le­bens­mit­tel­punkt sein. Dar­auf macht die Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer auf­merk­sam. Der Fis­kus be­rück­sich­tigt dann in der Re­gel Fahrt- und Un­ter­kunfts­kos­ten. Au­ßer­dem kön­nen sich Um­zugs­kos­ten so­wie in den ers­ten drei Mo­na­ten auch Pau­scha­len für den Ver­pfle­gungs­mehr­auf­wand steu­er­min­dernd aus­wir­ken. Der Ar­beit­neh­mer kann die­se Aus­ga­ben als Wer­bungs­kos­ten in sei­ner Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung gel­tend ma­chen, al­ter­na­tiv er­setzt der Ar­beit­ge­ber sie steu­er­frei. Der Höchst­be­trag für die Un- ter­kunfts­kos­ten liegt bei 1000 Eu­ro im Mo­nat. Er um­fasst al­le Aus­ga­ben zur Un­ter­kunft - al­so et­wa auch Miet­ge­büh­ren für ei­nen Kfz-Stell­platz. Als Fahrt­kos­ten zäh­len die wö­chent­li­chen Heim­fahr­ten, so­wie die ers­te und die letz­te Fahrt zum be­zie­hungs­wei­se vom Zweit­wohn­sitz. Ar­beit­neh­mer kön­nen ent­we­der die tat­säch­li­chen Kos­ten oder 30 Cent je ge­fah­re­nem Ki­lo­me­ter an­ge­ben. Ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit, Steu­ern zu spa­ren: Steu­er­zah­ler, die ge­gen­über ei­nem ge­mein­nüt­zi­gen Ver­ein ei­ne Leis­tung er­bracht ha­ben, kön­nen auf die ver­ein­bar­te Ver­gü­tung ver­zich­ten und statt­des­sen ei­ne Spen­den­be­schei­ni­gung aus­ge­stellt be­kom­men. „Mit ei­ner sol­chen Auf­wands­spen­de kann man den Ver­ein un­ter­stüt­zen und ge­ge­be­nen­falls selbst Ein­kom­men­steu­ern spa­ren“, er­klärt Isa­bel Klo­cke vom Bund der Steu­er­zah­ler. Letzt­lich wird der Spen­den­weg so ab­ge­kürzt: Statt die Ver­gü­tung ein­zu­for- dern und an­schlie­ßend zu spen­den, kann der Steu­er­zah­ler di­rekt auf die Aus­zah­lung ver­zich­ten.

Bei Auf­wands­spen­den gilt grund­sätz­lich, dass die An­sprü­che ernst­haft be­ste­hen und nicht von vorn­her­ein ein Ver­zicht ver­ein­bart wur­de. Zu­dem müs­sen dem Ver­ein aus­rei­chend fi­nan­zi­el­le Mit­tel zur Ver­fü­gung ste­hen, so­dass die Ver­bind­lich­keit auch hät­te be­gli­chen wer­den kön­nen. Und: Der Spen­der muss den Ver­zicht „zeit­nah“er­klä­ren. Bei ein­ma­li­gen An­sprü­chen muss der Ver­zicht in­ner­halb von drei Mo­na­ten und bei An­sprü­chen aus ei­ner re­gel­mä­ßi­gen Tä­tig­keit in­ner­halb ei­nes Jah­res er­klärt wer­den. „Wich­tig ist, dass ent­spre­chen­de Do­ku­men­te, wie zum Bei­spiel Ver­trä­ge, Rech­nun­gen oder die schrift­li­che Ver­zichts­er­klä­rung beim Fi­nanz­amt vor­ge­legt wer­den kön­nen, um die Auf­wands­spen­de nach­zu­wei­sen“, sagt Klo­cke.

Ge­li spa­ren – aber wie? Der Fis­kus sieht zahl­rei­che Mö­plich­kei­ten vor. Aber man muss sich iurch ien Be­hö­rie­ni­schun­pel kämp­fen.

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