„Ab­ge­stumpft“

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Es spie­len sich drei Vor­gän­ge ab, die zu so ei­nem Dra­ma füh­ren. Zum ei­nen das Prin­zip der ab­ge­scho­be­nen Ver­ant­wor­tung nach dem Mot­to: Die an­de­ren wer­den schon hel­fen. Zum zwei­ten gibt es auch in Deutsch­land mehr und mehr Men­schen, die auf der Stra­ße lie­gen. Das kann­te man frü­her et­wa vor al­lem aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Man as­so­zi­iert da­mit oft ei­nen Ob­dach­lo­sen, der et­wa sei­nen Rausch aus­schläft. Mot­to: Wird schon nicht so schlimm sein. Da­zu ge­sellt sich mitt­ler­wei­le ei­ne drit­te Kom­po­nen­te: die der me­dia­len Ab­stump­fung. Es gibt so viel Leid und Grau­sam­keit auf der Welt, dass sie zwar nicht zu mehr Ag­gres­si­vi­tät führt, aber zu im­mer we­ni­ger aus­ge­präg­ter Em­pa­thie. Das, was da in Es­sen pas­siert ist, ist ei­ne Mi­schung aus al­lem. JO GROEBEL (65), MEDIENPSYCHOLOGE UND CHEF DES DEUT­SCHEN DI­GI­TAL IN­STI­TUTS IN MÜN­CHEN

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