„Be­schä­mend“

tz - - MÜNCHEN+REGION -

Das ist in ganz Deutsch­land mög­lich und in vie­len an­de­ren Län­dern. Weil wir im­mer mehr nur auf uns selbst schau­en und uns die an­de­ren wurst sind. Es ist be­schä­mend. Das The­ma Cou­ra­ge spielt ei­ne im­mer ge­rin­ge­re Rol­le bei der Er­zie­hung, und Nächs­ten­lie­be in Rat und Tat ver­schwin­det im­mer mehr aus un­se­rem Le­ben. Die al­ten Rö­mer präg­ten den Spruch: Tem­po­ra mu­tan­tur, die Zei­ten än­dern sich. Nichts ist fal­scher: Ho­mi­nes mu­tan­tur, die Men­schen än­dern sich. Wenn ich bei der Münch­ner Ta­fel mit­hel­fe, dann spü­re ich ei­ne im­mer grö­ße­re Dank­bar­keit der Hilfs­be­dürf­ti­gen – klar, weil die Hilfs­be­reit­schaft im­mer stär­ker nach­lässt. Nicht um­sonst wird je­der, der hilft, statt zu­zu­schau­en, mitt­ler­wei­le als klei­ner Held ge­fei­ert.

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