Ver­hei­zen Sie Ihr Geld?

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Das Wet­ter ist mild, die Ener­gie­prei­se sind güns­tig – ein Traum für Ver­brau­cher! Oder? Die Heiz­kos­ten­ab­rech­nung soll­te Mil­lio­nen Mie­tern be­acht­li­che Rück­zah­lun­gen brin­gen. Die Mie­ter­ver­ei­ne ra­ten aber, die Auf­stel­lun­gen des Ver­mie­ters ge­nau zu prü­fen – denn die sind häu­fig falsch!

Der neue Heiz­spie­gel von co2on­line und dem Deut­schen Mie­ter­bund (sie­he Ta­bel­le) zeigt, was Hei­zen kos­ten darf! Le­sen Sie hier, wor­auf Sie ach­ten müs­sen. ■ Ener­gie­prei­se: 2016 könn­ten die Kos­ten bei Erd­gas und Fern­wär­me um fünf Pro­zent sin­ken, beim Heiz­öl um zehn Pro­zent. Zu­nächst steht al­ler­dings die Abrech­nung für 2015 an. Sie muss Mie­tern bis spä­tes­tens zum Jah­res­en­de zu- ge­hen. Nicht je­der kann da­bei auf Rück­zah­lun­gen hof­fen. Dem­nach wur­de zwar das Hei­zen mit Heiz­öl durch ge­sun­ke­ne Ener­gie­prei­se um fast ein Fünf­tel güns­ti­ger, für Erd­gas- und Fern­wär­me­hei­zung gilt das aber nicht. Zu­nächst die ak­tu­el­le Abrech­nung mit der des Vor­jah­res ver­glei­chen! Sie ha­ben das Recht, Ori­gi­nal­be­le­ge und -rech­nun­gen ein­zu­se­hen. ■ Ver­glei­chen: Bei zu ho­hem Ver­brauch kann man ein Heiz­gut­ach­ten an­for­dern, bei dem die Abrech­nung über­prüft und Vor­schlä­ge für ei­ne Sen­kung von Ener­gie­ver­brauch und -kos­ten ge­macht wer­den. Mie­ter kön­nen auch ver­su­chen, den Ei­gen­tü­mer zu Sa­nie­rungs­maß­nah­men zu mo­ti­vie­ren. Denn das Geld, das an Ener­gie­un­ter­neh­men ge­zahlt wird, geht auch für den Ver­mie­ter ver­lo­ren. ■ Ein­spruch ein­le­gen: Wer ge­gen sei­ne Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung Ein­spruch ein­le­gen will, hat da­für ma­xi­mal ein Jahr Zeit. Der Mie­ter­bund rät aber, die Kos­ten in­ner­halb von vier Wo­chen zu be­an­stan­den. Auf kei­nen Fall soll­te der Mie­ter vor Be­an­stan­dung zah­len – das gilt als Ein­ver­ständ­nis. ■ Abrech­nen: Wer bis En­de De­zem­ber kei­ne Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung für das Vor­jahr er­hal­ten hat, hat Glück ge­habt: Laut Ge­setz muss der Ver­mie­ter al­le zwölf Mo­na­te abrech­nen, al­so in der Re­gel bis zum 31. De­zem­ber des Fol­ge­jah­res. Spä­te­re Nach­for­de­run­gen sind un­zu­läs­sig, es sei denn, der Ver­mie­ter hat die Ver­spä­tung nicht zu ver­schul­den.

Bö­se Über­ra­schung: die Heiz­kos­ten­ab­rech­nung

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